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13 Tipps für SUP-Touren (Tagestouren)

Jeder möchte irgendwann etwas mehr mit seinem Stand Up Paddle Board machen, als ein bisschen auf dem See zu planschen und dort Runde für Runde zu drehen. Mit fortgeschrittener Technik möchte jeder neue Orte entdecken, Abenteuer erleben und auf eine richtige SUP-Tour gehen. Bei den hier genannten Tipps geht es in erster Linie um Tipps für Tagestouren mit dem Stand Up Paddle Board. Tipps für mehrtägige Touren mit dem SUP haben wir aber auch schon für euch im Blog zusammengefasst. Auf eine SUP-Tour kann theoretisch jeder gehen. Sie lassen sich einfach planen und sind oft direkt vor der Haustür zu finden. Diese Tipps sollen euch dabei helfen eure erste Tour zu planen, die richtige Ausrüstung mitzunehmen und vor allem auch bei einer Tour sicher unterwegs zu sein! SUP Touring kann unglaublich Spaß machen, ein toller Ausgleich zum stressigen Alltag sein und bietet ganz neue Möglichkeiten mit dem Stand-Up Paddle Board.

Tipp 1: Plant keine zu lange Strecke

Gerade am Anfang sollten beim SUP-Touring keine zu langen Strecken geplant werden. Auch „einfach drauf los zu fahren“ sollte unbedingt vermieden werden. Bevor ihr auf SUP-Tour geht solltet ihr euch eine, für euch, machbare Strecke heraussuchen. Überlegt euch realistisch, wie viel Kilometer ihr am Tag maximal Paddeln könnt? Dieses ist allerdings auch von anderen Faktoren wie Wind, Wetter, Wellen,  Strömung und dem eigenen Fitness-Level abhängig. Außerdem möchtet ihr bestimmt auch mal eine Pause machen? Anfänger sollten bei SUP-Touren nie mehr als 10-15 km am Tag einplanen. Wenn ihr dann wider erwarten doch schneller unterwegs seid, könnt ihr einfach eine längere Pause irgendwo am Wasser mit einplanen und den Tag richtig schön genießen. Erfahrene Stand Up Paddler, die über eine hervorragende Paddel-Technik verfügen, können auch Tagestouren bis zu 30 km planen. Allerdings ist dieses, gerade wenn noch Pausen gemacht werden, tatsächlich ein kompletter Tagesausflug. Eine Durchschnittsgeschwindigkeit von über 5 km/h über die gesamte Strecke ist, vor allem mit aufblasbaren Boards, schon sehr sportlich. Dieses bedeutet am Ende schon alleine 6 Stunden reine Paddel-Zeit! Am Anfang hilft nur Ausprobieren und zu Schauen wie es ist, so lange auf dem Board zu stehen. Um für sich die richtige Distanz zu finden, erfordert es etwas Erfahrung. Wo darf ich überhaupt mit dem SUP-fahren? [Blog].

Tipp 2: Nehmt ausreichend Verpflegung mit

Auch wenn ihr bei eurer SUP-Tour vielleicht an bewohnten Gebieten vorbeikommt, solltet ihr trotzdem ausreichend Verpflegung mitnehmen. Dazu gehört nicht nur feste Nahrung, sondern vor allem Wasser! Denn gerade an sonnigen Tagen wird es auf dem SUP-Board schnell heiß. Da ihr euch bei diesem Wetter ja sogar sportlich betätigt, benötigt euer Körper viel Flüssigkeit in Form von Wasser. Es gibt nichts schlimmeres als auf langer SUP-Tour unterwegs zu sein und die Wasservorräte sind aufgebraucht. Nehmt lieber eine Flasche Wasser mehr mit, damit ihr für jede Situation gewappnet seid. Auch Trink-Systeme wie Rucksäcke oder Gürtel können sinnvoll sein, damit das Wasser schnell verfügbar ist. Ansonsten könnt ihr die Flasche aber auch einfach griffbereit in das Gepäckgummi eures SUP-Boards klemmen.

Tipp 3: Denkt an Sicherheitsausrüstung

Schon beim gemütlichen Paddeln auf dem See ist sie unbedingt erforderlich, bei SUP-Touren aber noch viel mehr – die Sicherheitsausrüstung! Wer SUP-Touring macht, sollte unbedingt an eine geeignete SUP-Leash denken. Dieses ist eine Sicherheitsleine, die euch mit eurem Board verbindet. Das sorgt dafür, das euer Board bei einem Sturz ins Wasser nicht abtreibt, sondern in eurer Nähe bleibt. Dieses ist gerade in Flüssen oder auf großen Seen unglaublich wichtig, da schon bei leichtem Wind euer Board abtreibt. So schnell kann niemand schwimmen! Auch über eine Schwimmweste sollte bei längeren SUP-Touren nachgedacht werden. Diese gibt es auch mit CO2-Kartusche zum Aufblasen, so dass ihr gar nicht immer eine „störende“ Weste tragen müsst. Auch ein Smartphone solltet ihr immer dabei haben, damit ihr im Notfall Hilfe holen könnt!

Tipp 4: Macht ausreichend Pausen

Wer lange auf dem Wasser unterwegs ist, wird irgendwann das Bedürfnis nach einer Pause sein. Wie bei jedem Sport möchte der Körper irgendwann auch beim Stand Up Paddling seine Energiespeicher wieder aufgefüllt haben. Plant entweder vorab ausreichend Pausen in eure SUP-Tour ein, oder schaut spontan wo eine gute Möglichkeit zum Anlegen ist. Es gibt in einigen Regionen auch Restaurants, die direkt eine Anlegemöglichkeit für Wassersportler haben. Ansonsten könnt ihr die Pause aber auch direkt AUF eurem SUP-Board machen. Setzt euch einfach hin, paddelt irgendwo ans Ufer und bildet eine kleine „SUP-Board-Insel“. Pausen beim SUP sind wichtig. Ob ihr nun nach 5 oder erst nach 10 Kilometern eine Pause braucht, müsst ihr für euch individuell entscheiden. Wenn ihr gut gestärkt die SUP-Tour startet, werdet ihr wahrscheinlich erst später wieder etwas Essen müssen.

Tipp 5: Respektiert die Natur

Eigentlich selbstverständlich, eigentlich auch gar kein Tipp, sondern eher ein Appell an euch! Ihr solltet euch auch bei SUP-Touren an die vorhandenen Verbote halten. Schaut wo Naturschutzgebiete sind, wo ihr auf keinen Fall paddeln oder am Ufer anlegen dürft. Schreit auf dem SUP-Board nicht rum, stört die Tierwelt nicht, fahrt nicht ins Schilf oder zu nah an die zugewucherten Ufer. Das Schilf in Ufernähe sind Laichplätze für viele Fische, Vögel brüten dort ihre Jungtiere aus und zum Teil gibt es auch seltene Pflanzenarten. Haltet zu Tieren immer etwas Abstand! Nehmt den gesamten Müll wieder mit, sammelt auch gerne Müll auf, wenn irgendetwas im Wasser treibt. Damit helft ihr die Natur zu erhalten, so dass auch zukünftige Generationen diese noch genießen können! Seid ein Vorbild für andere, trinkt keinen Alkohol während der SUP-Tour und macht es anders als die vielen Spaß Kanu/Kajak-Fahrer, die vor allem am Wochenende schreiend auf den Flüssen unterwegs sind!

Tipp 6: Beachtet die Vorfahrtsregeln auf dem Wasser

Bei längeren SUP-Touren, gerade auf Flüssen, in Kanälen oder stark frequentierten Seen solltet ihr die Vorfahrtsregeln beachten. Ihr seid selten die einzigen auf dem Wasser. Ein respektvoller Umgang miteinander ist deshalb enorm wichtig. Jeder möchte eigentlich nur die Natur genießen und Spaß auf dem Wasser haben. Stellt euch mit eurem SUP-Board nicht quer über den Fluss, haltet euch bei Gegenverkehr, wie auch im Straßenverkehr, rechts. An Engstellen hilft es sich durch Handzeichen, deutliches Abbremsen oder zur Seite fahren, zu verständigen. Schiffsverkehr, egal ob Ausflugsschiffe, Fähren oder Sportboote, hat IMMER Vorfahrt. Ihr als Stand Up Paddler habt eigentlich nie Vorfahrt und solltet zu Schiffen ausreichend Abstand halten. Auch die kleinen Schiffe können zum Teil erhebliche Wellen produzieren, die Anfängern auch gerne mal zum Verhängnis werden. Ein Sturz ins Wasser in unmittelbarer Nähe eines fahrenden Schiffes ist sehr gefährlich. Fahrt zur Not rechts ans Ufer, kniet euch hin und wartet den Gegenverkehr ab. Fahrt, gerade auf großen Flüssen, nicht mitten in der Fahrrinne (markiert durch rote und grüne Tonnen). Passt auf beim Kreuzen der Fahrrinnen! Fahrt erst über die Fahrrinne, wenn wirklich auf lange Sicht kein Schiff angefahren kommt. Ein Containerschiff benötigt zum Teil mehrere Kilometer zum Bremsen, sieht euch nicht und kann euch nicht ausweichen!

Tipp 7: Navigiert mit Wasserwanderkarten

Als Orientierung für SUP-Touren empfehlen wir immer Wasserwanderkarten. Diese gibt es von allen Regionen in Deutschland. Auf den Karten stehen Gefahrenstellen, Schleusen, Naturschutzgebiete, Wehre, Strömungen, Stromschnellen, Einsetz- und Umsetzstellen, Distanzen und noch vieles mehr übersichtlich dargestellt. Ihr könnt euch diese Karten wie eine Straßenkarte nur mit Wasserwegen vorstellen. Mit diesen Karten gelingt auch die Navigation auf dem Wasser problemlos. Es gibt diese auch in digitaler Form fürs Smartphone oder das GPS-Gerät. Bei elektrischer Form solltet ihr ausreichend Akkus oder eine Powerbank mit dabei haben, damit euch nicht auf halber Strecke die Energie ausgeht. Wir haben als Backup, gerade bei SUP-Touren, immer die gedruckte Variante dabei. Für Tourenvorschläge lohnt es sich auch einen Blick in die Kanu-Reiseführer zu werfen. Viele der Touren sind auch bestens für Stand Up Paddler geeignet.

Tipp 8: Beachtet Wind, Wetter, Strömungen & Wellen

Bei SUP-Touren, die über einen ganzen Tag gehen, ist es noch wichtiger sich vorab mit dem Wetter zu beschäftigen. Bei Wind werden auch kleine Seen schnell zur großen Herausforderung. Denn diese bieten dem Wind viel Angriffsfläche – Wellen und Kabbelwasser sind die Folge! Aber auch auf Flüssen kann das Paddeln gegen den Wind viel Kraft kosten. Spaß macht SUP bei Wind nur selten (Rückenwind). Das Paddeln gegen den Wind kann auf Dauer unglaublich anstrengend werden, so dass sich ein Vorab-Check bei so einer Tour lohnt! Aber auch ein Wetterumschwung sollte mit in die Tour eingeplant werden. Kommt Regen oder sogar ein Gewitter? Behaltet euch während der Tour das Wetter immer im Auge, damit ihr nicht in unschöne Situationen geratet. Auch Strömungen können auf Flüssen eine Rolle spielen. Einige Flüsse sind auch von den Gezeiten (Ebbe/Flut) betroffen. Ein Anpaddeln gegen die Strömung ist hier nahezu unmöglich! Tipps für Stand Up Paddling bei Wind [Blog].

Tipp 9: Macht die Tour nicht alleine

Schon aus Sicherheitsgründen empfehlen wir die SUP-Tour nicht alleine zu machen. So könnt ihr die schönen Momente gleich noch mit jemand anderem Teilen und bei einem Notfall könnt ihr euch gegenseitig helfen und unterstützen. Solltet ihr doch alleine paddeln, sagt unbedingt Bekannten oder Freunden Bescheid was ihr geplant habt und wann ihr wieder zurück sein wollt. Solltet ihr euch dann nicht melden, weiß zumindest jemand Bescheid und euch kann schneller geholfen werden! Am besten ist es aber tatsächlich eine SUP-Tour nicht alleine zu machen. Gerade als Anfänger im SUP-Touring empfehlen wir die Tour immer mindestens zu zweit zu machen.

Tipp 10: Nutzt geeignete Boards und Paddel

Eine SUP-Tour sollte natürlich auch nur mit geeigneter Ausrüstung angegangen werden. SUP Touring funktioniert aber grundsätzlich mit jedem SUP-Board – auch dem Allrounder. Allerdings ist es damit natürlich viel anstrengender, als mit einem längeren Touring SUP. Ein schweres Alu-Paddel ist für eine lange SUP-Tour auch eher ungeeignet, da diese nach einiger Zeit richtig schwer werden. Schließlich muss das gesamte Gewicht bei jedem Paddelzug bewegt werden. Es lohnt sich die Investition in ein etwas besseres SUP-Paddel! Wir empfehlen hier ein Paddel zu wählen, welches ein robustes Blatt hat, da gerade bei Touren doch mal flaches Wasser sein kann oder ihr mit dem Paddel irgendwo anstoßt. Das Voll-Carbon Blatt ist für das SUP-Touring eher ungeeignet. Wir bekommen zudem oft die Frage, ob bei SUP-Touren auch eine Pumpe, ein Repair-Kit oder ein Ersatzpaddel mitgenommen werden muss? Nein, oder nehmt ihr auch ein Ersatz-Board mit? Bei Tagestouren, und sogar bei mehrtägigen Touren, sollte eigentlich keine Luft aus eurem SUP-Board entweichen, so dass ihr nie Luft nachpumpen müsst. Sollte euer Board ein Loch bekommen, weil es doch nicht so robust ist, ist die Tour ohnehin beendet und ihr müsst euch Abholen lassen. Ein Repair-Kit macht auch wenig Sinn, da ihr das Board so schnell und einfach nicht Kleben und Reparieren könnt. Der Kleber muss in der Regel 24 Stunden aushärten bevor ihr weiterpaddeln könnt – das kann eine lange Tagestour werden. Grundlagen über SUP-Boards [Blog].

Tipp 11: Verstaut Ausrüstung wasserdicht auf dem Board

Zum Verstauen der Gegenstände auf dem Board empfehlen wir Dry-Bags. Das sind wasserdichte Packtaschen, die es in unterschiedlichen Größen gibt. Die Weithalstonne, wie sie bei Kanutouren oft eingesetzt wird, ist beim Stand Up Paddling eher ungeeignet, da sie viel zu groß und sperrig ist. Für eine Tagestour sollte ein Drybag mit ca. 20 Litern problemlos ausreichen. Hier findet dann die gesamte Ausrüstung, Verpflegung und Wechselkleidung Platz! Die Drybags lassen sich einfach unter die, meist vorhandenen, Gepäckgummis einklemmen. Diese halten auch bei Wind oder Wellen sicher auf dem SUP-Board. Auch wenn Wasser über die Standfläche des Boards schwappt, ist die Ausrüstung wasserdicht verstaut!

Tipp 12: Nehmt Wechselkleidung & Wasserschuhe mit

Bei längeren SUP-Touren empfehlen wir immer auch Wechselkleidung auf dem Board mitzunehmen. Verstauen könnt ihr diese auch ganz einfach in Drybags (Tipp 11). So seid ihr gewappnet, wenn ihr doch mal ins Wasser fallen solltet und danach ein frischer Wind aufzieht oder die Außentemperaturen doch nicht so warm sind wie gedacht. So steht ihr am Ende nicht frierend auf dem SUP-Board und könnt euch einfach trockene Kleidung überziehen. Bei der Tour selber solltet ihr auch geeignete Kleidung tragen. Tragt am besten Sport-Kleidung oder Badesachen. Auf keinen Fall solltet ihr Baumwoll-Kleidung auf dem SUP-Board tragen, da ihr damit im Notfall nicht schwimmen könnt und sich diese mit Waser voll saugt. Auch Wasserschuhe können empfehlenswert sein, wenn ihr doch mal an eine Schleuse, ein Wehr oder eine Umsetzstelle kommt. Dann ist es angenehm, wenn ihr euch einfach schnell Wasserschuhe überziehen könnt, um das Board ein mehrere hundert Meter über Land zu tragen.

Tipp 13: Denkt an Sonnen- und Mückenschutz

Auch für ausreichenden Sonnenschutz sollte bei einer Tagestour mit dem Stand Up Paddle Board gedacht werden. Ihr werdet die Tour wahrscheinlich nicht im Winter oder bei strömendem Regen angehen, sondern eher an einem sonnigen Sommertag. Dann ist es ganz wichtig, dass ihr eure Haut vorab mit Sonnencreme schützt. Denn auf dem Wasser ist die Sonnenstrahlung durch das reflektierende Licht viel stärker! Schnell habt ihr auf dem SUP-Board einen unschönen Sonnenbrand. Es lohnt sich auch die Mitnahme eines Cappys oder eines Sonnenhuts. Mückenschutz gehört bei einer SUP-Tour auch zur Grundausstattung. Mücken und Bremsen können auf dem Board richtig gemein sein, da ihr auf eurem SUP-Board nicht so einfach weg kommt. Die Beine und Füße stehen zudem weitestgehend still, so dass ihr ein gefundenes Fressen für Mücken und Bremsen seid. Denkt auch daran Sonnen- und Mückenschutz auf der Tour mitzunehmen, falls ihr zwischendurch doch mal ins Wasser geht (gewollt oder ungewollt). So könnt ihr den Schutz wieder auffrischen!

Habt ihr schon mal eine SUP-Tour über mehrere Kilometer gemacht? Wie lang war eure Tour? Was habt ihr alles mitgenommen? Habt ihr noch weitere Tipps für Tagestouren mit dem SUP-Board? Schreibt eure Meinung oder eure Tipps und Tricks gerne als Kommentar unter diesen Beitrag. Wir freuen uns immer sehr über Feedback!

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