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SUP Finnen – Stand Up Paddling

Eine Finne gehört zu jedem Stand Up Paddle Board. Sie wird in der Regel mitgeliefert und ist auf das jeweilige SUP-Board abgestimmt. Doch auch bei den Finnen gibt es viele unterschiedliche Varianten, Formen und Möglichkeiten, um die Fahreigenschaften vom Stand Up Paddle Board noch weiter zu beeinflussen. Seegrasfinnen haben wenig Tiefgang und sie bleibt in flachen Passagen nicht so einfach stecken. Bei Race-Boards kommen meist längere Finnen zum Einsatz, weil sie dem Board mehr Stabilität geben. Doch welche Finne ist nun für welches SUP-Board die richtige? Darum braucht ihr euch gar nicht viele Gedanken machen, da bei den meisten Stand Up Paddle Boards schon genau die richtige Finne mitgeliefert wird.

SUP Finnen – Grundlagen

Eine Finne gibt dem Stand Up Paddle Board Stabilität im Wasser und sorgt auch bei leichtem Wellengang dafür, das euer SUP-Board nicht umkippt. Die Finne sorgt dafür, das ihr mit eurem Stand Up Paddle Board überhaupt geradeaus fahren könnt. Habt ihr schon mal versucht komplett ohne Finne zu fahren? Ihr würdet bei jedem Paddelschlag eine starke Board-Drehung haben. Es ist nahezu unmöglich mit dem SUP-Board die Spur zu halten. Bei den meisten Stand Up Paddle Board gibt es nur eine große Mittelfinne, die sich am Heck (hinten) auf der Unterseite des Boards befindet. Einige Boards haben, neben der großen Mittelfinne, auch noch kleinere Seitenfinnen (Side-Fins). Diese sollen dem Board in der Welle oder im Wildwasser noch mehr Stabilität geben und auch für einen etwas besseren Geradeauslauf sorgen. Die zwei unterstützenden Seiten-Finnen sind meist viel kleiner als die große Finne in der Mitte. Dieses liegt daran, dass euch eine übermäßig große Finne auch ausbremst, da ihr mehr Wasserwiderstand überwinden müsst. Wie wäre es dann erst bei drei großen Finnen? Bei einigen SUP-Boards sind die Seitenfinnen fix angebracht und können nicht abgenommen werden. Da diese jedoch klein und kompakt sind, ist dieses auch beim Einpacken gar kein Problem.

  • eine große lange Finne sorgt für mehr Stabilität des SUP-Boards, sorgt durch den erhöhten Wasserwiderstand aber auch für eine stärkere Bremswirkung
  • eine kleine Finne ist perfekt für flaches Wasser geeignet, da diese nicht so viel Tiefgang hat – perfekt für das Wildwasser
  • mehrere Finnen auf der Unterseite sorgen für mehr Stabilität im Wasser und bringen gerade in der Welle oder im Wildwasser zusätzliche Sicherheit
  • Dicke Finnen sind robuster als die dünnen Finnen-Varianten, haben aber auch deutlich mehr Wasserwiderstand
  • lange Mittelfinnen oder zusätzliche Side-Fins schränken die Drehfreudigkeit des SUP-Boards ein, bringen aber mehr Stabilität
  • kurze kleine Finnen sind perfekt für flache Gewässer und das Wildwasser geeignet
  • SUP-Boards mit Windsurf-Option haben in der Mitte, unterhalb der Segelmastanbringung, eine zweite große Mittelfinne

Formen von SUP-Finnen

Die Finnen beim Stand Up Paddle Board gibt es in unterschiedlichen Formen und Größen. Standardmäßig ist bei Stand Up Paddle Boards eigentlich immer eine Finne in Sichel bzw. Delfin-Form beiliegend. Diese ist bei den meisten Boards die perfekte Finne, weil sie die Drehfreudigkeit nicht zu stark einschränkt und trotzdem für einen guten Geradeauslauf sorgen kann. Auch sind Delfin-Finnen nicht so lang, so dass das SUP-Board auch in flachem Wasser noch hervorragend gehandelt werden kann. Bei einigen Boards liegt auch eine Seegrasfinne (Weed Finne) bei, welche mit ihrem geringen Tiefgang und der abgeschrägten Kante perfekt für flache Passagen geeignet ist. Bei den Touring und Race-Boards liegt oft eine etwas größere und längere Finne bei, da die Finne bei größeren Boards ohnehin größer konzipiert sein muss, um noch die nötige Stabilität im Wasser zu bieten. Außerdem sorgt die größere Finne für eine verbesserte Spurtreue, was bei Touren und Rennen von Vorteil ist. Durchgesetzt haben sich hier die Finnen in Wing-Form.

Beschädigte Finnen sorgen für schlechte Fahreigenschaften

Wer sein SUP-Board über einen längeren Zeitraum benutzt hat, wird feststellen, dass die Finne in dieser Zeit einiges wegstecken und mitmachen musste. Vielleicht seid ihr, in flachem Wasser, doch mal mit der Finne über den Untergrund gekratzt oder seid irgendwo hängen geblieben. So bekommen die Finnen immer nach längerer Benutzungs-Zeit Kratzer oder richtige Kerben, welche die Fahreigenschaften negativ beeinflussen können. Die Finne sollte regelmäßig auf Schäden kontrolliert und bei vielen Kratzern einfach wieder glatt geschliffen werden. Hierfür eignet sich am besten ganz einfaches Schleifpapier aus dem Baumarkt. Wer richtige Kerben in der Finne hat, sollte vielleicht schon über den Kauf einer neuen Finne nachdenken. Diese gibt es meist günstig als Ersatzteil für jedes Finnen-System.

Materialien der Finnen

Finnen gibt es auch unterschiedlichen Materialien. Das gängigste Material bei SUP-Finnen ist Kunststoff. Dieses hat den Vorteil, dass es günstig und trotzdem robust genug ist. Es gibt allerdings auch SUP-Finnen aus Carbon, Nylon oder Holz. Gerade die Carbon-Variante ist natürlich unglaublich leicht, aber auch deutlich empfindlicher für Schäden und können bei falscher Handhabung brechen. Auch können diese in der Regel nicht so einfach abgeschliffen werden, wie die Standard-Finne aus Kunststoff. Achtet, gerade als Einsteiger lieber auf eine Finne, die robust ist, anstatt auf eine Finne, die weniger Gewicht mit sich bringt. Ihr werdet am Anfang ohnehin bei unterschiedlichen Finnen keinen Unterschied merken.

Finnensysteme beim Stand Up Paddling

Die gängigsten Systeme beim Stand Up Paddle Board sind das US-Finbox System und das Steckfinnen-System. Beim US-Finxbox System wird die Finne mit einer kleinen Unterlegscheibe und Schraube im Finnenkasten fixiert. Dieses ist gerade am Anfang etwas umständlich und erfordert etwas Fingerspitzengefühl und Übung. Das US-Finbox System hat sich bei den meisten großen Herstellern mittlerweile durchgesetzt, obwohl die Anbringung etwas komplizierter ist, als bei dem Steckfinnensystem. Beim Steckfinnensystem wird die Finne einfach in den Finnenkasten eingeschoben und mit einem kleinen Stift gesichert. Das Anbringen der Steckfinne ist weitaus weniger kompliziert und geht schnell und unkompliziert. Auch das Abnehmen der Finne ist mit diesem System um einiges einfacher. Bei günstigen SUP-Boards kommt in der Regel das Steckfinnen-System zum Einsatz, welches nicht unbedingt Nachteile mit sich bringen muss.

Finne richtig anbringen

US-Finbox-System

Die Anbringung der Finne beim US-Finbox-System erfordert etwas Übung und Fingerspitzengefühl, geht aber nach ein paar Mal auch einfach und wie selbstverständlich von der Hand. Die Finne wird bei diesem System mit einem Gewindeplättchen und einer kleinen Schraube angebracht. Zuerst muss du das Gewindeplättchen in den Finnenkasten eingelegt und in Position gebracht werden. Führe dieses von der Mitte zur Board-Spitze in Position.

Tipp: Befestige die Schraube locker am Gewindeplättchen und schiebe diese dann damit damit in die richtige Position im Finnenkasten! So kannst du das Plättchen einfach und sicher bewegen, ohne dass dieses eventuell verrutscht oder schräg im Kasten liegt und nur durch Umkippen des Boards wieder herausgeholt werden kann

Achte beim Einlegen schon auf das Loch in der Finne, damit du das Gewindeplättchen nicht noch einmal verschieben musst. Schiebe jetzt die Finne mit dem kleinen Stift von der Mitte leicht schräg in den Finnenkasten ein. Abschließend musst du die Finne nur noch runterdrücken und diese mit der kleinen Schraube fixieren. Die Schraube und das Gewindeplättchen kann im Fachhandel günstig nachgekauft werden. Wir empfehlen immer eine mindestens eine Kombination als Ersatzteil mitzunehmen (das Repair-Kit ist eine geeignete Aufbewahrungsmöglichkeit).

Steckfinne

Die Anbringung einer Finne mit dem Steckfinnen-System ist schnell und einfach erledigt. Nimm einfach die Finne und schiebe diese in den Finnenkasten ein. Achte darauf das die Finne richtig herum eingeschoben wird, damit du diese mit dem kleinen Sicherungsstift, der sich am Band befindet, auch sichern kannst. Schon ist die Finne sicher im Kasten fixiert und angebracht.

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