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8 Fehler beim SUP-Board Kauf: Das machen viele Anfänger falsch!

Viele schaffen sich jetzt im Frühjahr ein Stand-Up Paddle Board an oder haben es zumindest geplant. Oft wird dabei zu den aufblasbaren Boards gegriffen, ohne sich vorher ausreichend zu informieren. Es gibt schließlich auch überall, sogar im Baumarkt und Discounter, verlockende Angebote bei denen der Preis so unglaublich attraktiv wirkt, dass das ein tolles Board und Angebot sein muss. Die SUP-Boards werden blind gekauft, ohne sich vorher mal richtig Gedanken zu machen, welches Board überhaupt passt, ob sich das gekaufte Board überhaupt für das jeweilige Einsatzgebiet eignet und ob damit langfristig Spaß auf dem Wasser garantiert ist. Da die meisten gekauften Stand-Up Paddling Boards ohnehin die aufblasbaren Varianten sind, soll es auch in erster Linie um diese gehen. Wir möchten diesmal mit 8 Irrtümern beim SUP-Kauf aufräumen. So wird der SUP-Kauf am Ende hoffentlich kein Fehlkauf!

Irrtümer SUP-Board Kauf

Nur auf das Board-Gewicht achten

Viele glauben, nur weil ein SUP-Board besonders leicht ist, muss es auch ein hochwertiges SUP-Board sein. Doch gerade im günstigen Preissegment ist das eigentlich nicht der Fall, da die aufblasbaren Boards hier nur so ein niedriges Gewicht auf die Waage bringen, weil sie dünne PVC-Lagen und eine Single-Layer Bauweise haben. Ein leichtes aber hochpreisiges Board, die es auf dem Markt natürlich auch gibt, haben dann in der Regel eine extrem hochwertige Verarbeitung, so dass der Preis hier oft nicht unter 700 Euro liegen kann. Denn die Boards sind dann verschweißt und haben einen engmaschigeren und hochwertigeren Drop-Stich Kern. Das spart am Ende auch noch einmal 1-2 kg Gewicht ein. Ein leichtes Board muss dementsprechend nicht immer auch besser sein, da es auch auch ein Hinweis auf eine minderwertige Verarbeitung sein kann. Zudem sind leichte Boards auf dem Wasser extrem windanfällig. Die Windanfälligkeit ist bei aufblasbaren Boards, durch die breiten Rails (Kanten) ohnehin ein Problem, da sie viel Angriffsfläche für den Wind bieten. Wer unbedingt ein leichtes SUP-Board haben möchte, sollte sich dann auch genau anschauen wie das aufblasbare Board konstruiert ist und ob das niedrige Board-Gewicht vielleicht einfach nur durch eine minderwertige und einfache Verarbeitung zustande kommt.

Hochwertiges & leichtes Touring SUP-Board

Ein hochwertiges und leichtes Touring Board auf dem Wasser

Falsches Board für falschen Einsatzbereich kaufen

Einfach mal ein SUP-Board kaufen und sich vorher aber gar keine Gedanken machen was überhaupt langfristig im SUP-Sport geplant ist. Viele möchten gar nicht einfach nur ein bisschen auf dem Wasser planschen oder gemütlich paddeln, sondern vielleicht auch mal eine lange ausgiebige SUP-Tour mit vielen Kilometern machen. Dafür sind die Boards, die oft als Anfänger gekauft werden (Allround) einfach ungeeignet, da sie schlecht durchs Wasser gleiten und einfach nur Vorteile in der Kippstabilität bieten. Die Performance und die Gleiteigenschaften bei den Allroundern sind begrenzt, so dass diese eigentlich nur für die gemütliche Feierabendrunde oder auch als Familien-SUP geeignet sind. Wer aber das SUP-Board anderweitig, auch bei SUP-Touren, einsetzen möchte, sollte sich vorher unbedingt ein paar Gedanken über den Einsatzbereich machen. Was ist mit dem SUP-Board geplant?

8 Fehler beim SUP-BOARD KAUF | Das machen viele Anfänger falsch ❌✅

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An der Traglast vom Board orientieren

Der Klassiker ist bei den Anfängern, die nach einem SUP-Board suchen, sich einfach nur an der Traglast zu orientieren. Die Traglast wird bei den meisten, auch sehr günstigen aufblasbaren Boards, immer gerne angegeben und damit sehr offensiv geworben. Viele glauben, dass die maximale Traglast auch das Fahrergewicht ist, für welches das Board geeignet ist. Doch Traglast und Fahrergewicht sind zwei komplett unterschiedliche Punkte. Die Traglast beschreibt die, auf die gesamte Länge vom Board verteilte, maximale Belastung des Materials. Blöderweise ist das Gewicht beim Paddeln bei einer 100 kg schweren Person aber nicht über die gesamte Boardlänge verteilt, da auf dem Board ja in der Boardmitte gestanden wird. So ist die Belastung des Materials viel punktueller und oft im Bereich der Standfläche auf Höhe des Tragegriffs. Die Folge ist ein SUP-Board, welches sich am Ende auf dem Wasser durchbiegt. Das maximale Fahrergewicht liegt oft deutlich unter der maximalen Traglast und wird bei billigen SUP-Boards gar nicht angegeben. Das maximale Fahrergewicht beschreibt dann tatsächlich die empfohlene maximale Belastung, punktuell im Bereich der Standfläche, bei welchem das Board auch noch eine hervorragende Performance abliefert. Viele Anfänger greifen aber lieber zu einem Board, welches 140 kg maximale Traglast bietet, als zu einem welches ein maximales Fahrergewicht von 110 kg hat. Obwohl die zweite Variante in vielen Fällen wohl die hochwertigere Variante darstellt. Gerade für schwere Paddler ist die angegebene Traglast oft verwirrend und am Ende kommt auf dem Wasser die große Enttäuschung, wenn sich das Board durchbiegt.

Die maximale Traglast beschreibt nicht das maximale Fahrergewicht! – Belastungstest auf dem Wasser

Nur nach Allround-Boards suchen

Klar, Allround-Boards sind Anfänger Boards, da diese ausgeglichene Fahreigenschaften und vor allem durch die durchweg breite Boardform viel Kippstabilität bieten. Das erleichtert bei den ersten Stehversuchen auf dem Stand-Up Paddle Board den Einstieg in den SUP-Sport. Beim SUP-Board Kauf versteifen sich viele aber zu sehr auf den Boardtyp Allround. Die Einsatzgebiete (siehe oben) von einem Allround-SUP sind doch sehr begrenzt. Selbst Anfänger kommen schon nach wenigen Wochen mit einem Allrounder an ihre Grenzen und sehnen sich nach einem längeren und hochwertigerem SUP-Board. Die Allround-Boards sind günstig, aber eigentlich für die meisten Gewässer in Deutschland, wo wir in erster Linie Seen und ruhige Flüsse haben, nicht die beste Wahl. Für das Flachwasser macht ein Touring-SUP viel mehr Sinn, da sie besser gleiten und auch für lange ausgiebige SUP-Touren viel besser geeignet sind. Mit diesen können sogar mehrtägige Touren mit Gepäck unternommen werden, so dass sich vor dem Boardkauf ein Blick auf die verfügbare Board-Auswahl lohnt. Auch mit einem Touring-Board ist ein Einsteiger und Anfänger oft bestens bedient.

hochwertiges Touring SUP Board

Mit einem hochwertigen Touring-SUP hat man langfristig mehr Spaß auf dem Wasser

Komplett-Sets bevorzugen

Komplett-Sets im SUP-Sport sind weit verbreitet. Sie bieten den riesigen Vorteil, dass diese wirklich alles an Ausrüstung beinhalten, was für den Start benötigt wird. SUP-Board, Rucksack, Paddel und im Optimalfall auch noch eine SUP-Leash. Doch die Komplett-Sets haben den Nachteil, dass das Zubehör, gerade bei den günstigen Board-Sets oft minderwertig ist. Ein Aluminium-Paddel, welches in den meisten Komplett-Sets Standard ist, macht langfristig einfach gar keinen Spaß. Wer direkt mit einem hochwertigeren Paddel (bis ca. 150 Euro) startet, wird viel mehr Spaß haben, da es leichter in der Hand liegt, mehr Vortrieb bringt und die Verbindungen, wenn es denn ein 3-teiliges Paddel sein muss, auch fester sind. Gerade beim Paddel sollte nicht das günstigste und billigste genommen werden, da das SUP-Paddel der Motor beim Stand Up Paddling ist. Es lohnt sich ganz oft auch ein Set zu kaufen, bei welchem das SUP-Paddel nicht beiliegt und so direkt ein besseres Paddel mit dazu gekauft werden kann. Komplett-Sets klingen auf dem Papier immer hervorragend – so viel Zubehör für einen so niedrigen Preis. Wenn am Ende aber der Reißverschluss vom SUP-Rucksack einreißt, das Board dort nur schwer Platz findet und ein schweres wackliges Alu-Paddel beiliegt, macht es einfach keinen Spaß. Wer langfristig mehr Spaß haben möchte, sollte, wenn es denn ein Komplett-Set sein soll, schon zu einem Set greifen bei welchem hochwertigeres Zubehör enthalten ist. Dann kostet das Board aber vielleicht nicht mehr nur 400, sondern schon eher 500-800 Euro.

SUP Paddel kaufen - KOmplett Set

Es lohnt sich ein Paddel extra zu kaufen!

Sich vor dem Board-Kauf nicht ausreichend informieren

Einfach nur ein SUP-Board kaufen, um eines zu haben, ist sicherlich der falsche Ansatz. Wer sich vor dem Boardkauf informiert, erspart sich beim ersten Board einen Fehlkauf. Denn wer sich über das Material, die Verarbeitung und die Bauweise von aufblasbaren Boards vorab etwas beschäftigt hat, wird am Ende wahrscheinlich immer etwas mehr Geld in die Hand nehmen und sich gleich etwas Hochwertigeres kaufen, welches auch in Sachen Langlebigkeit punkten kann. Was brauche ich überhaupt? Was möchte ich mit dem SUP-Board machen? Wie oft werde ich das SUP-Board nutzen? Brauche ich überhaupt ein eigenes Board oder lohnt sich eher ein Ausleihen? Das perfekte SUP-Board finden: Diese Fragen solltest du dir stellen!

Schau dir auch gerne unseren großen SUP-Board Test an. Hier findest du echte Testberichte von Boards, die wir auch wirklich schon in der Hand hatten.

Keine SUP-Boards vorher ausprobieren (alle Boards sind gleich)

Niemand würde ein Auto kaufen, ohne dass er dieses vorher mal gefahren ist. Klar, beim Stand-Up Paddling geht es nun nicht über so einen hohen Anschaffungspreis, trotzdem sollte auch hier ein bisschen ausprobiert werden. SUP-Boards sind unterschiedlich und nur weil zwei Boards vielleicht die gleiche Länge haben, heißt es nicht, dass es keine Unterschiede gibt. Welches Board passt überhaupt zu mir? Macht mir Stand Up Paddling überhaupt Spaß? Wer ein paar unterschiedliche Boards gepaddelt ist, wird auch als Anfänger Unterschiede feststellen. Die Unterschiede zwischen einem Touring- und einem Allround SUP werden schon nach den ersten Minuten deutlich. Wer dann noch einmal Boards aus unterschiedlichen Preiskategorien ausprobiert, wird auch hier Qualitätsunterschiede, vor allem in der Steifheit und Verarbeitungsqualität, feststellen können. Wer die Möglichkeit hat, sollte unbedingt vorab ein paar Boards ausprobieren und testen. Entweder direkt bei SUP-Verleihen oder bei SUP-Händlern in der Nähe. Diese bieten oft eine Test-Möglichkeit für die unterschiedlichen Board-Typen. Auch das erspart für dem SUP-Kauf viel Frust, weil das gekaufte Board am Ende vielleicht doch nicht die Erwartungen erfüllen kann.

SUP Board Ausprobieren

Ausprobieren von unterschiedlichen SUP-Boards ist Pflicht!

Sich von verlockenden Angeboten blenden lassen

Gerade das Internet ist voll von verlockenden SUP-Angeboten, die zum super Sonderpreis angeboten werden. Von diesen SUP-Angeboten sollte sich niemand blenden lassen. Oft ist die UVP frei erfunden und aus der Luft gegriffen. Nur weil ein Board von 699€ auf 299€ reduziert ist, ist es nicht gleich ein tolles Angebot. Allerdings haben viele, wenn sie die Prozente sehen, einen Tunnelblick und schon ist das SUP-Board im Warenkorb. Doch habe ich mich überhaupt mal über das Angebot informiert? War das wirklich mal ein 700 Euro Board? Spiegelt die Verarbeitungsqualität und das Zubehör auch wirklich ein SUP-Board aus dieser Preisklasse wider? In vielen Fällen sind solche Boards einfach nur Billig-Board ohne hochwertiges Zubehör, wie sie haufenweise im Internet angeboten werden. Ein roter durchgestrichener Preis sieht bei angebotenen SUP-Boards natürlich richtig toll aus! Doch auch hier wieder der Apell: Informieren, Probepaddeln und am Ende für das richtige SUP-Board entscheiden!

Welche Irrtümer beim SUP-Kauf gibt es noch? Habt ihr noch weitere Ideen oder ist euch vielleicht beim Kauf des eigenen Boards irgendwas aufgefallen? Schreibt eure Erfahrungen gerne als Kommentar unter diesen Beitrag. Wir freuen uns immer über Feedback!

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Kommentare

Fritz M. 12/05/2021 um 9:55

Sehr gute Tipps! Hoffentlich lesen das viele angehende Supper.
Zu „Keine SUP-Boards vorher ausprobieren“: Ich hatte das nur einmal kurz ausprobiert auf einem vom Hotel zur Verfügung gestellten Leih-Board. Ich konnte mich darauf keine 2 Sekunden stehend halten. Vermutlich billige Qualität, zu niedriger Druck (wirkte eher wie Luftmatratze) und meine Erwartungshaltung, dass ich ja ins Wasser fallen MUSS. Ich habe mich von dieser Erfahrung aber nicht abhalten lassen und mir sofort danach ein (mittlerweile schon zwei) eigenes Board (12′) zugelegt, auf dem das alles überhaupt kein Problem war. Also nur nicht vom der ersten vielleicht ernüchternden Eindruck abhalten lassen!

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