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SUP in Norwegen: Tipps & Tricks für das Paddeln im Land der Fjorde

Norwegen – Ein Paradies für Paddler! Die Fjorde, die Seen und das Meer machen dieses Land in Nordeuropa so vielfältig wie kein anderes. Das Paddeln in Norwegen macht besonders viel Spaß, weil es neben Abwechslung auch beeindruckende Landschaften bietet, die einem immer wieder den Atem verschlagen. So waren wir selber mit den SUP-Boards auf den Fjorden Norwegens unterwegs und möchten euch deshalb einige Tipps und Tricks für Stand Up Paddling in Norwegen mit an die Hand geben. Vieles mag auf den ersten Blick selbstverständlich klingen, ist aber in so einem turbulenten Land wie Norwegen von noch größerer Bedeutung.

SUP Norway

Stand Up Paddling Norwegen

Tipp 1 – Wetter

Das Wetter in Norwegen ist unberechenbar und kann sich von einer Sekunde auf die andere ändern. Es ist auf jeden Fall zu empfehlen, sich eine Wetter- App herunter zu laden. Besonders sinnvoll ist eine App, welche ein Regenradar beinhaltet. Es können nämlich jederzeit Wolken in den hohen Bergen hängen bleiben und nicht selten kommt dann auch mal ein kleiner oder großer Regenschauer herunter. Als wir unsere SUP- Tour auf dem Naeroyfjord unternommen haben, hat es am Vormittag aus Eimern gegossen, dann kam die Sonne raus, es wurde windig und dann kam wieder der Regen. Wir hatten von allem was dabei und da ist es schwierig, sich für die richtige Kleidung zu entscheiden. Darum ist es umso wichtiger  auch voraus schauend, für alles gewappnet zu sein und sich je nach Wetterlage zu bekleiden.

Auch der Wind ist auf den Fjorden nicht zu unterschätzen. Vom Ufer aus, sieht es meist recht gemütlich und entspannt aus. Aber auf dem Wasser, sieht es doch meist schon ganz anders aus. Die Windrichtung kann sich schnell ändern, sodass man nie so richtig planen kann, ob man erst gegen und dann mit dem Wind paddeln kann. Auch hier haben wir die Erfahrung gemacht, dass sich der Wind innerhalb unser 10km Tour mehrmals gedreht hat. Innerhalb von wenigen Stunden mussten wir uns gegen starken Gegenwind kämpfen, hatten absolute Windstille und auf dem Rückweg auf einmal wieder Gegenwind. Solltest du eine Tour auf einem Fjord geplant haben, denke daran, dass ein Fjord nie gerade verläuft. Ist es an der Einstiegsstelle eventuell windstill, kann dir hinter der nächsten Kurve ein ordentlicher Wind um die Ohren pfeifen. Während unseres Norwegen- Urlaubs, haben wir regelmäßig bei Windfinder (windfinder.com) nachgeschaut, aus welcher Richtung der Wind kommt und wie sich der Wind in den nächsten Stunden entwickelt. Vor jeder Tour lohnt sich auf jeden Fall ein Blick auf diese Seite.

Tipp 2 – Ausrüstung/ Kleidung

Wie in dem ersten Tipp schon beschrieben, kann sich das Wetter in Norwegen schnell ändern und so kommt man vom blauen Himmel und Sonnenschein, schnell zu Wind und Regen. Deswegen ist es wichtig, für jedes Wetter die passende Kleidung dabei zu haben. Wir empfehlen bei kälteren Temperaturen oder Regen auf jeden Fall einen Trockenanzug. Darunter kann man im Sommer entweder leichte Sportkleidung oder Badesachen tragen. Ausziehen geht ja bekanntlich immer. So kann der Trockenanzug bei schönem Wetter ausgezogen oder bei einem plötzlichen Wetterumschwung angezogen werden. Denn wenn man beim Stand Up Paddling nass wird und gegen den Wind anpaddeln muss, kann einem ganz schnell der Spaß vergehen.

Wie bei jeder SUP- Tour, egal ob in Norwegen oder Deutschland, solltest du ausreichend Flüssigkeit mit dabei haben. Eine Flasche Wasser ist eigentlich ein MUSS auf jedem Sup- Board und ein wenig Verpflegung schadet auch nicht. Es kann immer sein, dass man von der atemberaubenden Landschaft abgelenkt wird und weiter paddelt als gedacht! Da ist ein kleiner Snack Gold wert!

Alles was wir mit auf eine Tour nehmen, packen wir in wasserdichte Beutel, auch Drybags genannt. Dort sind Wertsachen, Kleidung und Essen gut verstaut, werden nicht nass und sie können sicher und problemlos unter dem Gepäckgummi eures Boards fixiert werden.

Tipp 3 – Örtliche Begebenheiten

Vor jeder Sup- Tour solltest du dich ausreichend über das Gewässer informieren. Im Internet gibt es oftmals schon alle Informationen die man braucht. Zusätzlich kannst du aber auch Einheimische befragen und dich bei der Tourist Information beraten lassen. Hier die wichtigsten Punkte, über die du dich informieren und Gedanken machen solltest:

  • Wie viel Kilometer möchte ich fahren? Wie viel Kilometer kann ich mit meinem SUP zurück legen? Hierbei hilft dir ein GPS Gerät um den Überblick zu behalten und damit du nicht zu weit fährst.
  • Muss ich auf dem Gewässer mit Schiffsverkehr rechnen? Was für Schiffe fahren auf dem Gewässer? (Große Kreuzfahrtschiffe, Schnellboote, Fähren,…)
  • Gibt es Strömungen auf dem Gewässer?

Damit du gut vorbereitet aufs Wasser gehen kannst, solltest du diese Punkte einmal durchgehen und dir überlegen, ob dein Können und deine Erfahrungen ausreichen. Nichts ist gefährlicher als sich selbst zu überschätzen. Schau dir gerne unsere SUP-Tour auf dem Nærøyfjord in Norwegen an, welche wir im August 2020 gemacht haben.

Tipp 4 – Sicherheit

Das Thema Sicherheit liegt uns besonders am Herzen. Es ist nicht einfach, auf den Fjorden Norwegens mit dem SUP zu fahren und sicherlich auch nichts für Anfänger. Warum, konntest du vielleicht schon aus den vorherigen Tipps raus lesen. Die Wetterbedingungen, Strömungen, Wellen, Schiffsverkehr und die Distanzen sind nicht zu unterschätzen. Auf den meisten Gewässern in Norwegen herrscht Schiffsverkehr. Schnelle Sportboote, kleine Ausflugsdampfer und große Kreuzfahrtschiffe können deinen Weg kreuzen. Wie auf allen großen und auch kleinen Gewässern gelten die gleichen Regeln. Als Stand Up Paddler befindest du dich ganz unten in der Nahrungskette, weshalb du dich immer weit rechts am Rand aufhalten solltest. Große Schiffe können dir nicht ausweichen oder bremsen. Durch Die Bote und Schiffe entstehen natürlich auch Wellen, welche dich von der Seite erwischen können. Halte also immer deine Augen geöffnet, achte auf deine Umgebung und versuche entweder frontal auf die Wellen zu zu fahren oder setze dich kurz auf dein Supboard.

Da die Gewässer sehr tief sind und auch geübte Stand Up Paddler mal vom SUP fallen können, solltet ihr auf jeden Fall eine Schwimmweste tragen, welche euch zur Not über Wasser halten kann. Genauso ist eine Leash ein Muss. Durch Strömungen und Wind kann dein SUP ganz schnell davon treiben und du hast keine Chance, dein Board einzuholen.

Solltest du von einem Campingplatz aus starten, empfehlen wir auch jemandem bescheid zu sagen, dass du mit dem SUP eine Tour machen möchtest. Falls dir etwas passieren sollte, weiß jemand bescheid und kann zur Not Hilfe holen.

Das waren jetzt alle Tipps und Tricks für das Paddeln auf dem SUP- Board im Land der Fjorde. Wenn du all unsere Tipps beherzigst, sollte einer unvergesslichen Paddeltour in Norwegen nichts mehr im Wege stehen. Falls du noch Fragen haben solltest, kannst du diese gerne unter diesem Beitrag als Kommentar schreiben. Wir versuchen alles zu beantworten und freuen uns natürlich auch über Feedback. Jetzt wünschen wir dir erstmal viel Spaß beim Paddeln und eine hoffentlich unvergessliche Zeit im wohl schönsten Land der Welt.

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