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7 typische SUP-Anfänger Fehler

Die ersten Stehversuche auf dem Stand Up Paddle Board sind in der Regel einfach und schnell gemacht. Meistens wird schon nach ca. 10-15 Minuten über den See gepaddelt. Allerdings natürlich anfangs noch wackelig und mit einigen Anfänger-Fehlern. Denn gerade bei Anfängern schleichen sich viele Fehler ein, die das Paddeln unnötig schwer machen. Wir sehen immer wieder Stand Up Paddler am See, bei denen wir sofort erkennen, dass diese Anfänger sind, weil sie die typischen Anfänger-Fehler machen. Wir wollen euch deshalb an dieser Stelle die typischen Anfänger-Fehler zeigen, damit ihr selber darauf achten könnt und euch auch gleich sagen, wie ihr es richtig macht.

Die richtige Paddeltechnik, der richtige Stand auf dem Board und viel mehr!

1. Falsche Standposition & Körperhaltung

Anfänger stehen meistens sehr steif und mit durchgestreckten Beinen auf dem Stand Up Paddling Board. Der Blick ist hierbei nach unten auf die Beine bzw. die Spitze vom SUP-Board gerichtet. Zudem wirkt alles sehr verkrampft und die Füße stehen wie angewurzelt auf der Standfläche. Achtet am Anfang darauf, dass ihr etwas entspannter werdet, steht weniger verkrampft und achtet auf eine leichte Beugung in den Kniekehlen. Je niedriger euer Körperschwerpunkt ist, desto mehr Stabilität habt ihr auf dem Board. Außerdem lassen sich so auch kleinere Wellen viel leichter ausgleichen, als im aufrechten steifen Stand mit durchgestreckten Beinen. Die Füße sollte ungefähr schulterbreit im Parallelstand auseinander stehen. Achtet hierbei auf den gleichen Abstand der Füße zum Rand es Boards, damit es nicht nach links oder rechts kippt. Ein Orientierungspunkt für die richtige Position auf dem SUP-Board ist der sogenannte „Sweet-Spot“. Dieses ist die ausbalancierte Board-Mitte. Diese wird in der Regel durch den Tragegriff markiert, so dass ihr euch als Anfänger auch daran orientieren könnt. Der Blick beim Stand Up Paddling sollte nach vorne, in Fahrtrichtung, sein und nicht nach unten. Das sorgt nicht nur für eine bessere Körperhaltung, weniger Rückenschmerzen und eine sauberere Paddeltechnik, sondern ihr seht auch was vor euch passiert und könnt Hindernissen viel einfacher ausweichen!

Der richtige Stand auf dem Board (Zusammenfassung)

  • Die Füße stehen ungefähr schulterbreit auseinander im Parallelstand (Füße parallel zueinander)
  • Leichte Beugung in den Kniekehlen, um Wellen besser ausgleichen zu können und mehr Stabilität zu haben (Körperschwerpunkt niedriger = mehr Stabilität)
  • Der Blick ist nach vorne, in Fahrtrichtung, gerichtet und nicht nach unten auf die Board-Spitze oder die Füße
  • Standposition auf Höhe des Sweet-Spots (ausbalancierte Board-Mitte – Tragegriff als Orientierung)

2. Falsche Paddelhaltung

Der Klassiker bei den Anfänger-Fehlern ist die falsche Paddelhaltung und die falsche Paddeltechnik. Eine Hand kommt immer an den Paddelgriff und eine an den Paddelschaft! Beim Wechsel der Paddel-Seite, tauschen die Hände ihre Position (Schaft-Hand kommt an den Griff, Griffhand kommt an den Schaft). Das Paddel beim Stand Up Paddling verfügt unten am Paddelblatt über einen Knick, damit das Paddel weiter vorne eingetaucht werden kann und die Kraftübertragung verbessert wird. Anfänger halten das Paddel anfangs oft verkehrt herum, so dass ein vernünftiger kraftvoller Paddelzug gar nicht möglich ist. Der Winkel muss beim Eintauchen des Paddels nach oben, vom Körper weg, zeigen. Wenn das Paddel falsch herum gehalten wird, flattert dieses beim Durchziehen durch das Wasser. Es kommen nie beide Hände an den Paddelschaft. Beim Paddeln im Knien kann das Vario-Paddel einfach kurz gestellt werden, so dass trotzdem Griff und Schaft gegriffen werden können. Das Paddel sollte zudem so eingestellt sein, dass dieses auch auf die Körpergröße passt. Eine Faustregel für Anfänger sind hier ca. 20 cm über Kopf-Höhe. Es sollte noch ein leichter Knick in der Ellenbeuge vorhanden sein, wenn ihr das Paddel vor euch auf den Boden stellt und mit einer Hand den Paddelgriff umfasst. Wenn ihr mehr über Paddel erfahren wollt, schaut gerne HIER vorbei. Da haben wir alles Wichtige für SUP-Anfänger zusammengefasst.

Die richtige Paddelhaltung (Zusammenfassung)

  • Eine Hand kommt an den Paddelgriff und eine an den Paddelschaft
  • Beim Wechsel der Paddelseite tauschen die Hände ihre Position
  • Der Knick im Paddel muss von dir weg, bzw. nach oben zeigen, wenn du das Paddel in das Wasser eintauchst
  • Das Paddel muss auf die Körpergröße eingestellt werden (Faustregel ca. 20 cm über Kopfhöhe)

3. Falsche Paddeltechnik

Neben der falschen Paddelhaltung ist auch die falsche Paddeltechnik, gerade beim Basis-Paddelschlag, ein Anfänger-Fehler beim Stand Up Paddling. Das sanfte, vorsichtige und zaghafte Eintauchen des Paddelblatts in das Wasser identifiziert Anfänger sofort. Oft berührt nur die äußerste Spitze des Paddelblatts überhaupt das Wasser, so dass entsprechend wenig Vortrieb entsteht. Das Paddelblatt muss beim Stand Up Paddling komplett, bis zum Schaftansatz, eingetaucht werden, damit ihr auch die volle Größe des Paddelblatts effektiv für den Paddelzug ausnutzt. Ihr werden dann viel mehr Strecke mit nur einem Paddelzug machen können (das spart Kraft!).  Das Paddel sollte zudem möglichst weit vorne, an der Board-Spitze, eingetaucht werden und nicht auf Höhe der Füße. So macht der Paddelzug dann auch Sinn, da ihr das Paddel richtig durch das Wasser ziehen könnt! Achtet beim Paddelzug auf eine boardnahe Führung. Wenn ihr das Paddel beim Paddelschlag zu weit vom Board weg durch das Wasser zieht, fährt euer Board noch etwas mehr zur Seite. Auch solltet ihr das Paddel rechtzeitig wieder aus dem Wasser heben und zum neuen Paddelschlag ansetzen. Wer sein Paddel beim SUP zu weit durchzieht, schaufelt Wasser nach oben. Das sieht nicht nur doof aus und hat eigentlich keinen Effekt, sondern erfreut auch den Paddler hinter einem, wenn er wieder eine Ladung Wasser ins Gesicht bekommt. Nehmt das Paddel entsprechend kurz hinter eurer Verse wieder aus dem Wasser und setzt zum neuen Paddelschlag an.

Die richtige Paddeltechnik (Zusammenfassung)

  • Beim Paddelschlag wird das SUP-Paddel bis zum Schaftansatz (das komplette Paddelblatt) ins Wasser eingetaucht
  • Das Paddel wird möglichst weit vorne, an der Spitze des Boards, eingetaucht und boardnah nach hinten geführt
  • Der Paddelschlag endet ungefähr auf Höhe der Versen (Paddel wieder aus dem Wasser und zum nächsten Paddelschlag ansetzen)

4. Fehlende Sicherheitsausrüstung

Die Sicherheit wird gerade von Anfängern beim Stand Up Paddling nicht beachtet. Dieses verursacht leider immer wieder tödliche Unfälle beim SUP, die mit einfacher Sicherheitsausrüstung vermeidbar gewesen wären. Das Tragen einer Stand Up Paddle Leash (Sicherheits-Leine), die deinen Körper mit dem Board verbindet, ist auch für erfahrene Stand Up Paddler eine Pflichtausrüstung. Falls du doch mal ins Wasser fallen solltest, bleibt das Board so in deiner Nähe und treibt nicht ab. Im Notfall könntest du dich so immer wieder auf dein SUP-Board retten. Auch bei leichtem Wind kann dein SUP-Board ganz schnell abgetrieben werden, wenn du keine SUP-Leash trägst. Auch solltest du auf sehr großen Gewässern (Seen, Meer) über eine Schwimmweste oder zumindest Schwimmhilfe nachdenken.

Die richtige Sicherheitsausrüstung (Zusammenfassung)

  • Eine SUP-Leash, die deinen Körper mit deinem SUP-Board verbindet. Ein Ende kommt an den D-Ring deines Boards, das andere an deinen Knöchel, deine Wade oder mit speziellen Gurten an deine Hüfte (Quick-Release)
  • Eine Schwimmweste macht gerade auf großen offenen Gewässern (Seen, Meer o.ä.) Sinn und sollte unbedingt getragen werden.

5. Die falsche Kleidung auf dem Wasser

Stand Up Paddling ist ein Sport, der meistens im Sommer ausgeführt wird. Trotzdem gibt es auch hier immer wieder einen typischen Anfänger-Fehler, der auch für tödliche Unfälle beim SUP sorgen kann. Nämlich die falsche Kleidung beim Stand Up Paddling. Wir sehen immer wieder Stand Up Paddler die mit dickem Baumwoll-Hoodie oder Jeans auf das SUP-Board steigen. Gerade an etwas kühleren Sommertagen, meistens auch bei leichtem Wind, bringt einem der dicke Pullover die Wärme zurück. Doch kannst du mit einem Pullover aus Baumwolle, einer Jeans und Schuhen überhaupt schwimmen? Was passiert bei einem Sturz ins Wasser? Genau, die Kleidung saugt sich mit Wasser voll, wird schwer und du wirst es schwer haben zurück auf dein SUP-Board zu kommen. Ganz schnell bist du mit der falschen Kleidung in Lebensgefahr! Trage deshalb unbedingt immer funktionelle Sportlleidung, oder Badesachen (es gibt auch lange UV-Shirts, die etwas wärmen) und passe deine Kleidung der Wassertemperatur entsprechend an. Es gibt für kalte Sommertage auch leichte Neoprenkleidung (1-1,5mm), die deinen Körper warm hält. Stelle dir vorab immer die Frage: Kann ich mit der Kleidung, die ich gerade trage, auch schwimmen? Jeder kann ins Wasser fallen! Auch schon etwas erfahrene Stand Up Paddler!

Die richtige Kleidung (Zusammenfassung)

  • Trage immer funktionelle Sport-Kleidung oder Badekleidung (UV-Shirts, dünne Neoprenkleidung) und niemals Sachen aus Baumwolle
  • Passe deine Kleidung immer an die Wassertemperatur und nicht an die Lufttemperatur an (Stichwort: Kälteschock)

6. Das falsche SUP-Board

So komisch dieser Punkt für die meisten auch klingen mag – das falsche SUP-Board ist tatsächlich auch ein klassischer Anfänger-Fehler. Immer wieder sehen wir Leute auf dem Wasser, die ein Stand Up Paddle Board haben, welches gar nicht zu ihnen passt. Sehr große und schwere Personen gehören nicht auf einen Allrounder mit 4″-Board-Dicke. Das Stand Up Paddle Board muss auch zu einem passen, damit der Spaßfaktor höher ist. Es macht wenig Sinn, wenn sich das SUP-Board wie eine Banane im Wasser durchbiegt und einen jeder Paddelzug an seine Grenzen bringt. Vor dem Kauf eines SUP-Boards sollte sich ausgiebig informiert werden (auch im Fachhandel), damit das Board zum Körpergewicht und der Körpergröße passt. Auch sollten die persönlichen Ambitionen und Ziele mit bei der Board-Wahl eingeplant werden. Wer lange ausgiebige Touren machen möchte oder sehr sportlich unterwegs sein will, sollte eher zu einem Touring- oder Race-SUP greifen.

Das richtige SUP-Board (Zusammenfassung)

  • Das SUP-Board muss zur Person passen
  • Körpergewicht, Körpergröße und Sportlichkeit spielen bei der Board-Wahl eine wichtige und entscheidende Rolle

7. Selbstüberschätzung & fehlende Erfahrung

Auch die eigene Selbstüberschätzung ist ein typischer Anfänger-Fehler beim SUP. Natürlich ist Stand Up Paddling ein Sport, der relativ schnell und einfach zu erlernen ist. Trotzdem sollte sich jeder ruhig auch mal Gedanken machen, ob eine 30 Kilometer Tour gleich in der ersten Woche die richtige Entscheidung ist? Es ist schön wenn ihr Spaß am Sport habt. Wollt am Anfang aber einfach nicht zu viel und bringt euch nicht durch unbedachtes Handeln in Gefahr! Am Anfang sollte sich jeder erst einmal die Basics aneignen. Die Standard-Paddelschläge (Hier erklärt) sollten sicher beherrscht werden, damit ein Ausweichen und Bremsen problemlos möglich ist. Gerade im Sommer, wenn viel auf den Gewässern los ist, sollte darauf großer Wert gelegt werden. Auch mit dem Thema Sicherheit (s.o.) sollte sich jeder Anfänger ruhig einmal befasst haben. Deshalb empfehlen wir Anfängern auch immer einen SUP-Anfänger Kurs zu belegen. Dieser vereinfacht die ersten Schritte auf dem SUP-Board, ihr bekommt direkt Feedback und könnt die typischen Anfänger-Fehler von Anfang an vermeiden!

5 typische SUP-Anfänger FEHLER (und wie es RICHTIG geht)

Das Video ist von YouTube eingebettet. Beim Starten wird eine Verbindung hergestellt. Es gelten die Datenschutzbestimmungen von Google.

Welche typischen Anfänger-Fehler habt ihr beim Stand Up Paddling schon gesehen? Schreibt diese gerne als Kommentar unter diesen Beitrag. Vielleicht habt ihr vor kurzem auch erst einige dieser Fehler am See beobachten können. Wir sind gespannt auf euer Feedback!

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