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SUP-Board einrollen und einpacken | Tipps & Tricks

Das Einpacken eines aufblasbaren SUP-Boards ist nicht immer ganz einfach. Bei einigen Boards ist es einfach schwierig diese wieder im Rucksack zu verstauen, so dass sowohl das Stand-Up Paddle Board, als auch das gesamte Zubehör darin Platz findet. Dieses liegt meist am Finnenkasten welcher ein enges Einrollen von den Boards behindert. Außerdem haben einige SUP-Boards sogar drei Finnen, so dass das Aufrollen und Einpacken durch die zwei kleinen Seitenfinnen zusätzlich erschwert wird. Auch wir hatten anfangs Probleme, vor allem bei den großen Touring-Boards, diese wieder kompakt im Tragerucksack zu verstauen. Doch über die Jahre hat sich die Einpack-Technik immer weiter verbessert, so dass es uns heute deutlich einfacher fällt das Board wieder im Rucksack zu verstauen. Wir möchten euch einige Tipps und Tricks mit an die Hand geben wie ihr euer aufblasbares SUP-Board (iSUP) auch einfacher wieder im Rucksack eingepackt bekommt.

SUP-Board einpacken Tipps & Tricks

Das SUP-Board wieder kompakt einzupacken kann anspruchsvoll sein

Das Problem ist der Finnenkasten

Eigentlich könnte das Einrollen eines SUP-Boards einfach und schnell gehen, wenn da nicht der Finnenkasten am Heck wäre. Dieser ist starr und steif und verhindert, dass das SUP-Board an dieser Stelle geknickt und gerollt werden kann – so ist ein enges Aufrollen des Boards nahezu unmöglich. Einige wenige Boards haben einen geteilten Finnenkasten, wodurch dann ein zusätzlicher Knick in der Mitte des Kastens gemacht werden kann. Diese aufblasbaren Boards lassen sich in der Regel besser verstauen und einrollen. Doch die meisten Boards haben einen Standard-Finnenkasten, welcher starr ist und sich nicht knicken und biegen lässt. Noch schwieriger wird es, wenn das SUP-Board über zwei zusätzliche fixe Seitenfinnen verfügt. Diese sind beim Aufrollen auch ständig im Weg und sorgen für eine richtig große „Rolle“.

Finnenkasten muss möglichst gerade sein

Der Finnenkasten bei den SUP-Boards sollte beim Einrollen auch nicht geknickt werden, da dieser sich sonst verziehen und verformen kann. Im schlimmsten Fall bekommst du deine Finne nicht mehr in den Kasten hinein, wenn du das nächste Mal mit dem SUP-Boards aufs Wasser möchtest. Achte beim Einrollen auf einen möglichst flach aufliegenden Finnenkasten. Da dieser oft geklebt ist, solltest du auch nicht direkt an den PVC-Lagen, die den Kasten umgeben für eine Knickstelle sorgen. Falte das Board so, dass der Finnenkasten genug Platz hat und keinen Knick oder zu viel Spannung bekommt. Bei einigen Boards liegt für den Finnenkasten (meist bei den Steckfinnen-Systemen) auch ein Platzhalter bei, der anstatt der Finne beim Transport eingesetzt werden kann. Der Platzhalter ist im Grunde eine flache Kunststoffschiene, die das Knicken des Finnenkastens verhindern soll.

Die Seitenfinnen sind durch das Einrollen verbogen

Die Seitenfinnen sollten, wenn mitgeliefert, auch mit einem Finnenschutz geschützt werden. Trotzdem kann es durch das Einrollen, die Lagerung im Rucksack oder den Transport immer mal wieder zu verbogenen Seitenfinnen kommen. Das ist nicht schlimm, da diese eh nur unterstützend zur großen Mittelfinne sind und im Flachwasser wenig Effekt haben. Die Seitenfinnen können mit etwas Gegendruck einfach wieder in Form gebogen werden. Wir raten davon ab diese mit einem Heißluftfön zu bearbeiten, da die Gefahr einer zu starken Erhitzung, auch der PVC-Lagen und dem Drop-Stich, besteht. Im schlimmsten Fall reißen euch durch die Hitze die Drop-Stich Fäden und ihr habt eine Beule am SUP-Board wo ihr keine haben möchtet. Bei uns hat das biegen mit Muskelkraft in den fünf Jahren bisher immer ausgereicht.

Falt-Knick Kombi (kein richtiges Rollen)

Wir rollen unsere Boards eigentlich gar nicht richtig ein, sondern verwenden vielmehr eine „Falt-Knick-Kombi“, die dann für den angesprochenen geraden Finnenkasten sorgt. Wir falten das Board mehr zusammen, als das wir es rollen. So ist das Board zwar am Ende insgesamt etwas breiter. Wir stützen uns hierbei mit unseren Knien immer wieder aufs Board, so dass die Luft gut aus dem aufblasbaren SUP-Boards rausgedrückt wird.

Tipps zum Einrollen des SUP-Boards

Wer die ersten Hinweise mit dem Finnenkasten beachtet, wird es schon deutlich einfacher haben sein SUP-Board wieder im Rucksack zu verstauen. Trotzdem an dieser Stelle noch einige Tipps, die das Einpacken stark vereinfachen können und zu weniger Frust nach dem Paddeln sorgen. Bevor ihr das Board einrollt, solltet ihr es abtrocknen und auf Beschädigungen überprüfen. Steine, Stöcke und grober Schmutz sollten unbedingt vorher entfernt werden. Hierfür lohnt es sich immer ein altes Handtuch in der SUP-Tasche dabei zu haben.

#1 Die Luft muss komplett aus dem Board

Das wichtigste beim Einpacken des aufblasbaren SUP-Boards ist, das die Luft wirklich komplett aus dem Board raus ist. Eigentlich selbstverständlich, dennoch bei einigen nicht immer perfekt umgesetzt. Wer die Möglichkeit hat sollte die Luft mit der Handpumpe aus seinem Board rauspumpen. Denn so bekommt ihr das Board noch kompakter zusammengerollt und wirklich die ganze Luft aus dem iSUP heraus. Wer schon einmal die „Deflate“-Funktion der Handpumpe benutzt hat, wird ein richtig flaches Board haben, welches sich schon ganz alleine eng zusammenrollen möchte, ohne dass mit dem eigentlichen Rollen überhaupt begonnen wurde. Wichtig: Das Ventil muss nach dem Rauspumpen schnell geschlossen werden, da es sonst, durch den Unterdruck im Board, wieder etwas Luft zieht. Wer nicht die Möglichkeit des Rauspumpens hat, sollte die Luft mit der oben genannten „Falt-Knick-Kombi“ aus dem Board rausdrücken. Beim Falten lohnt es sich auch direkt ein Handtuch parat zu haben, um den groben Schmutz und die restliche Feuchtigkeit zu entfernen. So bleibt das Board länger ansehnlich und das Material wird nicht belastet. Außerdem kann das Handtuch auch beim Öffnen des Ventils einfach darüber gehalten werden, um die Lautstärke vom Ventil etwas zu dämpfen.

#2 Das iSUP zum Ventil hin einrollen

Damit die Luft auch komplett entweichen kann, sollte das SUP- Board immer zum Ventil hin eingerollt werden. So wird also das Einrollen am anderen Ende vom Board begonnen. Meistens befindet sich das Ventil am Heck, da wo auch der Finnenkasten sich befindet. Dadurch besteht nur immer die Schwierigkeit, den Finnenkasten perfekt mit einzurollen. Es kann passieren, dass das Board zu groß oder zu klein eingerollt wurde, sodass der Finnenkasten nicht mehr perfekt auf das eingerollte Board passt und ein Knick im Kasten entsteht. Da wir diesen Knick ja vermeiden sollten, muss das Board so lange aufgerollt werden, bis der Finnenkasten ohne Knick mit eingerollt werden kann. Bei einigen Boards befindet sich das Ventil allerdings an der Board- Spitze, der Nose. In diesem Fall, kann das Einrollen beim Finnenkasten begonnen werden. Bei diesen iSUP´s ist das Einrollen aus unserer Erfahrung immer entspannter und das Board kann noch einfacher und kompakter zusammen gerollt werden.

#2 SUP-Pumpe mit dem Board einrollen

Wenn das iSUP nun endlich eingerollt ist und man es in die Tasche verstauen möchte, kommt oftmals schon das nächste Problem zum Vorschein. Die Pumpe und das restliche Zubehör möchten ja auch noch mit in die Tasche. Da die Pumpe im Vergleich zu dem anderen Zubehör recht sperrig ist, gibt es eine einfache Lösung, die Pumpe problemlos mit zu verstauen. Beim Einrollen des SUP- Boards, wird die Pumpe direkt am Anfang mit auf das SUP gelegt. Die Pumpe wird also mit eingerollt. So ist diese gut verstaut und das Board kann auch gut eingerollt werden. Außerdem kann es mit der Pumpe nicht passieren, dass das Board zu eng eingerollt wird. Das heißt Knickstellen und zu enges Rollen wird durch das Einrollen der Pumpe verhindert.

#3 Mehrmaliges Rollen vereinfacht das Einpacken

Sollte es dir, trotz dieser Tipps, immer noch nicht gelingen, das SUP gut einzurollen, brauchst du trotzdem nicht gleich zu verzweifeln. Je öfter du das iSUP einrollst, desto weicher und flexibler wird das Material und das Einrollen klappt immer besser. Wir mussten die SUP´s am Anfang auch mehrmals einrollen, bis es problemlos in die Tragetasche gepasst hat. Je öfter du also mit deinem SUP unterwegs bist und es einrollst, desto leichter wird es dir fallen. Außerdem lassen sich Single-Layer Boards, also einfach verarbeitete SUP-Boards mit nur einer PVC-Lage deutlich einfacher rollen, als die Double-Layer Varianten. Je dicker die Außenhaut vom Board, desto anspruchsvoller ist das Einrollen und Einpacken.

Videoanleitung zum Einpacken von SUP-Boards

Einrollen & Einpacken eines aufblasbaren SUP-Boards | Tipps & Tricks | Anleitung | SUP Grundlagen

Das Video ist von YouTube eingebettet. Beim Starten wird eine Verbindung hergestellt. Es gelten die Datenschutzbestimmungen von Google.

Haben dir unsere Tipps zum Einrollen deines aufblasbaren Stand Up Padle Boards geholfen? Wenn ja, würde uns ein Feedback sehr freuen. Auch falls du noch Fragen haben solltest, oder du noch andere gute Ideen zum Einrollen hast, kannst du uns gerne unter diesem Beitrag einen Kommentar schreiben. Wir versuchen alles zu beantworten und freuen uns über dein Feedback.

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