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Wo darf ich mit dem SUP-Board fahren?

Du hast dir ein eigenes Stand Up Paddle Board gekauft, möchtest nun endlich auf dem Wasser starten und fragst dich wo und ob du überhaupt fahren darfst? Darf ich einfach so mit dem SUP-Board überall fahren? Vielleicht bist du dir bei einigen Gewässern auch einfach nicht sicher, da du dort noch nie Stand Up Paddler auf dem Wasser gesehen hast. Heute soll es um SUP-Verbote und mögliche Einschränkungen bzw. Bedingungen auf dem Wasser gehen. Ihr erfahrt, wo ihr euch über die Gewässer informieren könnt und was für Literatur wir selber intensiv für die Recherche nutzen. Die erfreuliche Nachricht vorweg: Ihr braucht für das Stand Up Paddling keinen Führerschein und auch keinen Berechtigungsschein, der euch einen sicheren Umgang mit dem Material nachweist. Trotzdem würden wir für SUP-Einsteiger immer einen Anfänger-Kurs empfehlen in dem die Grundlagen des Stand Up Paddling (Basic-Paddelschläge & Sicherheitsaspekte) behandelt werden. In Kombination mit einem Kurs fällt euch der Einstieg um einiges leichter! Trotzdem gibt es beim Stand Up Paddling natürlich einige Einschränkungen auf dem Wasser, die euch die Fahrt verbieten.

Verbote und Einschränkungen beim SUP

Obwohl ein Berechtigungsschein für SUP nicht notwendig ist, können bei euch regional trotzdem einige Verbote oder Einschränkungen für das Stand Up Paddling vorhanden sein. Auf einigen Gewässern darf mit dem Stand Up Paddle Board einfach nicht gefahren werden. Für diese wurden Verbote ausgesprochen, um die Natur zu schützen und zu bewahren. Auch dienen einige Gewässer, hier sind vor allem einige Stauseen zu nennen, für die Trinkwasserversorgung gedacht, so dass auch hier regionale Verbote bestehen können. Zudem sind einige Abschnitte, gerade von kleineren Flüssen, zu bestimmten Jahreszeiten (meist 2-3 Monate) gesperrt, da dort Fische laichen und Vögel brüten. In Naturschutzgebieten und Landschaftsschutzgebieten herrschen teilweise das gesamte Jahr über besondere Regeln für Wassersportler. Hier darf dann teilweise nur innerhalb der Betonnung (gelbe Tonnen) gefahren werden und die Ufer dürfen nicht betreten werden.

Verbot der Durchfahrt vom 15. April bis zum 15. Juni

Bedenkt auch das es Ruhezonen für Vögel und besondere Laichgebiete für Fische gibt, die das gesamte Jahr über besonders geschützt sind. Hier darf dann auf gar keinem Fall mit dem SUP-Board hinein gefahren werden! Ihr solltet euch also unbedingt vorher über das Gewässer informieren auf dem ihr fahren wollt. Wo ihr euch informieren könnt, erfahrt ihr später im Beitrag. Zudem darf seit einiger Zeit nicht mehr mit dem Stand Up Paddle Board in Schleusen gefahren werden, da dieses zu gefährlich ist. Schleusen können glücklicherweise fast immer umtragen werden.

Bedingungen auf einigen Gewässern

Auf einigen Gewässern herrschen auch besondere Bedingungen für das Stand Up Paddling. Zum Beispiel darf auf einigen Gewässern, meist kleinere Flüsse, nach 18 Uhr nicht mehr gefahren werden (Schutzzone – Nachtfahrverbot). Auch ein Fahren gegen die Strömung ist bei einigen Flussabschnitten verboten, so dass ihr dann nur mit der Strömung paddeln könnt. Zudem müssen auf einigen Seen Tageskarten gelöst werden, die sozusagen eure Eintrittskarte sind. Das sind dann meist Privat-Seen oder gepachtete Seen, bei denen der Besitzer Eintritt verlangt. Hier stehen dann meist Schilder direkt am See oder am Parkplatz. Wenn ihr mit eurem Stand Up Paddle Board im Meer (Nordsee oder Ostsee) fahren wollt, ist meist auch dort bei Betreten des Strandes eine Tageskarte (Kurtaxe) zu kaufen. Diese gibt es entweder am Automaten oder bei den Strandkorb-Vermietern vor Ort.

Schwimmwestenpflicht und Kennzeichnung des Boards

Bei sehr großen Gewässern, vor allem großen Seen, können auch noch weitere Bedingungen für das Stand Up Paddling herrschen. Auf dem Bodensee müsst ihr, wenn ihr weiter als 300 Meter vom Ufer entfernt seid, immer eine zertifizierte Schwimmweste tragen und das SUP-Board muss mit Namen & Adresse des Besitzers gekennzeichnet werden. Wir empfehlen auch das Tragen einer Stand Up Paddle Leash, damit euch das Board bei einem Sturz ins Wasser nicht einfach weg fliegt und ihr mitten auf dem See im Wasser treibt.

Wo kann ich mich über das Gewässer informieren?

Das ein informieren vor dem Stand Up Paddling wichtig ist, konnten wir hoffentlich schon deutlich machen. Doch wo finde ich nun die notwendigen Informationen auch für die Gewässer, die direkt bei mir vor der Haustür liegen? Dieses wollen wir nun nachfolgend für euch klären!

Internet-Auftritt der Gemeinde oder Stadt

Literatur für das Informieren über Verbote, Bedingungen aller Gewässer

Jede Gemeinde oder Stadt hat eine Website auf welcher alle Gewässer aufgelistet sind. Hier erfahrt ihr schon viele wichtige Informationen, die für das erste informieren ausreichen dürften. Hier stehen oft auch Warnungen (z.B. vor Blaualgen) oder Hinweise zur Wasserqualität allgemein. Allerdings haben viele keinerlei Informationen über erlaubte Wassersportarten aufgelistet, so dass ihr euch noch tiefgründiger informieren müsst. Einige touristisch ausgeprägte Regionen bieten auch eine Hotline an, bei welcher sich telefonisch informiert werden kann. Hier wird euch in den meisten Fällen sehr gerne weitergeholfen, da ihr, als möglicher Tourist, ja eventuell in die Region kommt. Leider sind die Webseiten nicht immer vollständig und einige, vor allem kleinere, Flüsse fehlen komplett in der Übersicht.

Internetseiten mit Gewässerbeschreibungen

Es gibt nichts was es im Internet nicht gibt, so dass es sogar eine eigene Website mit allen Gewässern in ganz Deutschland gibt. An erster Stelle bei den Gewässern ist Faltbootwiki [Extern], welches mehr oder weniger ein Wikipedia für Wassersportler und Gewässer ist. Hier stehen zum Teil auch Verbote mit dabei und zum Teil auch sehr detaillierte Streckenbeschreibungen. Ich möchte an dieser Stelle aber noch mal betonen, dass sich Flüsse natürlich auch verändern können und die Informationen auf der Seite nicht immer aktuell und richtig sein müssen. Deshalb sind gerade die Streckenbeschreibungen mit etwas Vorsicht zu genießen. Trotzdem bietet auch diese Plattform eine umfangreiche Möglichkeit sich zu informieren.

Wasserwanderkarten / Wassersport-Wanderkarten

An erster Stelle für das Informieren über die Gewässer sind sogenannte Wasserwanderkarten. Diese gibt es von nahezu jeder Region in ganz Deutschland. Die Wasserwanderkarten könnt ihr euch wie eine Straßenkarte nur mit Gewässern vorstellen. Hier findet ihr alle wichtigen Infos, die ihr für das Befahren des Gewässer benötigt. Schleusen, Wehre, Verbote und Bedingungen findet ihr auf diesen Karten übersichtlich zusammengefasst.

Die Wasserwanderkarten runden die anfängliche Recherche über die Webseiten ab und geben einem letztendlich noch die letzten Infos fehlenden Infos über das jeweilige Gewässer. In einigen Regionen, die touristisch auf Wassersport aufgelegt sind, findet ihr auch noch kleinteiligere und detailliertere Wasserwanderkarten. Unsere Empfehlung ist deshalb die Anschaffung von Wasserwanderkarten von eurer Region.

SUP- und Kanureiseführer

Die schönsten Kanu-Touren in Hamburg & Schleswig-Holstein

Die Auswahl an möglichen SUP-Reiseführern ist eher noch gering, da der SUP-Sport noch in den Anfängen steckt. Dafür ist die Auswahl an möglichen SUP-Reiseführern für den Kanu-Sport umso größer. Die meisten Kanu-Touren, die in den Reiseführern beschrieben sind, sind natürlich auch für Stand Up Paddler bestens geeignet. Der Vorteil gegenüber der Wasserwanderkarten ist, das ihr vorgefertigte Touren bekommt, welche auch noch Highlights und möglicherweise auftretende Probleme behandeln. Mit Wasserwanderkarten in Kombination mit solchen Reiseführern kann auf den Gewässern eigentlich nichts mehr schief gehen!

SUP-Magazine als Inspiration

Anregungen für außergewöhnliche SUP-Touren oder Spots holen wir uns immer aus Stand Up Paddle Magazinen. Hier befindet sich oft eine ganze Kategorie nur über besondere Orte für das Stand Up Paddling. Nicht alle dieser Orte sind in Deutschland und vor der Haustür aber viele wecken Sehnsüchte, Träume und Wünsche nach Abenteuer beim Stand Up Paddling! Eine Wasserwanderkarte ersetzt ein solches Magazin natürlich nicht, da dort meist gar nicht so ins Detail bei der Streckenbeschreibung eingegangen wird und mehr aus persönlicher Sicht und dem drumherum berichtet wird.

Fazit

Das Informieren über das Gewässer auf dem ihr mit dem Stand Up Paddle Board fahren wollt, ist wichtig und sollte unbedingt IMMER vorher erfolgen. Nicht nur zum Schutz der Natur, sondern auch um mögliche Gefahren zu erkennen. Wer sich vor der SUP-Tour nicht gründlich informiert bringt sich w omöglich in Lebensgefahr oder erfüllt nicht die erforderlichen Bedingungen. Dieses kann im schlimmsten Fall mit einer Strafe belegt werden, so dass es auch in eurem Interesse stehen sollte.

Wo informiert ihr euch immer über das jeweilige Gewässer? Habt ihr Wasserwanderkarten zu Hause oder nutzt ihr nur die im Internet verfügbaren Informationen? Schreibt dieses gerne einmal als Kommentar unter diesen Beitrag!

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