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SUP-Tour im Oberspreewald (Burg) – Rundkurs mit ca. 20 km

Wir waren mit den Stand-Up Paddle Boards im Spreewald unterwegs und wollen euch auf unsere Tour durch die Fließe (so heißen die ganzen Kanäle dort) mitnehmen. Die SUP-Tour ist als Rundkurs ausgelegt und wunderbar als Tagestour, ca. 20 Kilometer, paddelbar. Gestartet sind wir an einem Zeltplatz etwas abseits von Burg wo wir auch zwei Nächte übernachtet haben, um einen entspannten Zugang zum Wasser zu haben und am Ende des Tages zufrieden und glücklich ins Zelt fallen zu können. Wir empfehlen die Tour nicht zur Hauptsaison zu machen, sondern lieber mal im Frühjahr oder Herbst oder unter der Woche, da es in den Fließen im Spreewald dann deutlich entspannter zugeht und ihr die Natur dann so richtig genießen könnt.

SUP im Spreewald

Fakten & Zahlen

  • Strecke der Tour: ca. 20 km (kürzer & länger ist möglich)
  • Ort: Oberspreewald, Burg
  • Start/Ziel: Zeltplatz Burg, 03096 Burg
  • Übernachtung: Individuell an diversen Camping-/Zeltplätzen möglich
  • Besonderheiten: Einige Schleusen und Wehre, die sich aber problemlos umtragen lassen
Download der GPX-Datei (gepackt)

 

Streckenverlauf

Der Startpunkt, ein Zeltplatz ca. 4 km Fußweg vom Stadtkern Burg entfernt, ist inmitten des Spreewalds am „Krummen Fließ“, so dass von hier aus perfekt in alle Richtungen gepaddelt werden kann. Der Zeltplatz verfügt über einen direkten Zugang zum Wasser und für Wasserwanderer perfekt geeignet. Die Strecke kann in beide Richtungen gepaddelt werden. Wir sind erst Richtung Norden (Burg Kauper) mit den Stand Up Paddle Boards gefahren. Es kann aber auch zuerst der südliche Teil (nahe Raddusch) angefahren werden. Durch die geringe Fließgeschwindigkeit ist es allerdings egal in welche Richtung ihr zuerst paddelt. Nur abschnittsweise ist die Strömung (Rohrkanal/Buschgraben) mal etwas stärker und erfordert etwas Kraftaufwand. Die Tour führt komplett durch den Oberspreewald durch teilweise sehr kleine Fließe. Es gibt viele Abzweige, so dass sich eine Navigation mit Wasserwanderkarte oder GPX-Track empfiehlt. Das Naundorfer Grenzfließ (südlich bei Raddusch) solltet ihr mit dem SUP-Board lieber meiden. Schon laut der Wasserwanderkarte ist dieses nur „bedingt befahrbar“, so dass ihr hier mit dem SUP-Board an die Grenzen kommt. Erspart euch den Frust und paddelt stattdessen lieber weiter auf dem Südumfluter und genießt noch etwas die Fließe südlich von Burg (orange Strecke auf der Karte).

Schleusen im Spreewald

Die Schleusen im Spreewald sind kleine Selbstbedienerschleusen. Theoretisch könnt ihr mit den SUP-Boards dort auch in die Schleusen hinein was aber auch zweierlei Gründen nicht zu empfehlen ist. Zum Einen dauert es viel länger als das schnelle Umtragen (ein guter Steg ist überall vorhanden) und zum Anderen schont es die Natur, da jeder Schleus-Vorgang für niedrigere Wasserstände im Spreewald sorgt, was gerade im Spätsommer problematisch werden kann. Falls aber gerade eh Kanufahrer in die Schleuse paddeln, könnt ihr euch dort natürlich anschließen, da die Schleuse ja so oder so bedient wird. Das Umtragen dauert maximal 30 Sekunden und ihr könnt schon weiterpaddeln. Wer die Schleusen nutzt, muss teilweise warten, da diese auch mal etwas voller sein können.

Spreewaldkähne

Die Spreewaldkähne sind die Ausflugsschiffe im Spreewald. Diese sind lang und vergleichsweise breit für die kleinen Fließe im Spreewald. Die Kähne haben immer Vorrang und schneiden teilweise, aufgrund der Länge, die Kurven. Sollte euch ein Kahn entgegenkommen, solltet ihr euch möglichst weit rechts halten und eventuell anhalten und den Kahn vorbeilassen. So kommt es nicht zu ungewollten Situationen und aufgebrachten Kapitänen. Wenn ihr die Hauptsaison meidet werden ihr bei dieser SUP-Tour aber wahrscheinlich eh nicht vielen Spreewaldkähnen begegnen.

Video zur SUP-Tour im Spreewald

Unsere erste SUP-Tour im Spreewald | 20 km Rundkurs im Oberspreewald | Stand Up Paddling

Das Video ist von YouTube eingebettet. Beim Starten wird eine Verbindung hergestellt. Es gelten die Datenschutzbestimmungen von Google.

Navigation im Spreewald

Wir haben uns vorab eine Strecke überlegt und auf unsere Sportuhren geladen. Die Fließe sind alle ausgeschildert. Trotzdem empfiehlt es sich immer eine Wasserwanderkarte dabei zu haben. Auf dieser sind alle Besonderheiten eingezeichnet. Inklusive der Schleusen und der gesperrten Fließe. Wir haben eine wasser- und reißfeste Wasserwanderkarte benutzt, die bei uns auch ordentlich leiden musste. Diese hatten wir immer griffbereit im Gepäckgummi. Wir haben uns damit auch hervorragend zurechtgefunden.

Wasserwanderkarte Spreewald (Kanu kompakt)

  • wasserfest- und reißfestes Material
  • Ober- und Unterspreewald auf gesonderter Karte
  • Rad- und Wanderwege ebenfalls auf Karte
  • für SUP geeignet

Fazit

Bei dieser Tour geht es durch kleine Fließe rund um Burg im Spreewald. Die Tour lässt sich auch als Anfänger entspannt an einem Tag paddeln. Allerdings sollte aufgrund der Kähne und anderen Paddlern schon ein bisschen Paddelerfahrung vorhanden sein. Ansonsten lässt sich hier der Spreewald und die Natur aber hervorragend genießen, da die Hauptorte (Lehde und Leipe) ausgelassen werden. Hier ist meistens die Hölle los, da alle Paddler diese Orte ansteuern. Für den Einstieg war das für uns die perfekte Runde, um den Spreewald etwas kennen zu lernen, die Navigation mit der Wasserwanderkarte und die Beschriftung der Fließe zu lernen. Wir waren froh einen Zeltplatz direkt am Wasser gebucht zu haben, so dass wir es nach der Tour etwas entspannter hatten. Es gibt aber auch diverse Pensionen und Hotels mit direktem Wasserzugang. Schau dir auch unsere 10 Tipps für das Paddeln im Spreewald an.

Seid ihr auch schon mal im Spreewald gepaddelt? Wie waren eure Erfahrungen? Schreibt es gerne unter diesem Beitrag in die Kommentare!

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Kommentare

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Max 06/07/2020 um 6:59 am

Ich war am letzten Sonntag (in einigen Bundesländern Ferien und sehr schönes Wetter) mit dem iSUP auf der Spree um Lehde/Leipe unterwegs und muss, wie oben bereits angedeutet, davon leider abraten.
An und für sich ist es super mit dem SUP durch den Spreewald zu fahren, da man viel mehr sieht als wenn man im Kanu sitzt. Aber sobald man an Streckenabschnitten ist, in denen viel Verkehr herrscht macht es keinen Spaß mehr. Zwar gibt es viele Paddler die einen freundlich fragen was man da macht und wie das ist, man muss aber leider auch bedenken dass sehr viele Personen unterwegs sind, die keine oder nur wenig Erfahrung im Umgang mit Kanus etc haben und dementsprechend nicht erfolgreich steuern und verzögern können.
Für mich hat das bedeutet, dass ich häufig von Booten angerempelt wurde und nur knapp nicht ins Wasser gefallen bin. Das ist mMn im Spreewald aufgrund der nahem Uferböschung und zahlreichen Ästen unter Wasser sehr gefährlich.

Somit würde ich also auch sagen, man sollte wenn man im Spreewald SUP fahren will darauf achten nicht zu Stoßzeiten und wenn möglich abseits der Hauptrouten zu fahren.

Gruß,
Max.

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