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Anleitung: SUP-Board auf dem Autodach transportieren

Stand Up Paddle Boards lassen sich auf unterschiedliche Weise transportieren. Aufblasbare SUP-Boards können im Rucksack transportiert werden und finden auch ganz einfach im Kofferraum des Autos Platz. Allerdings müssen die Boards dann vor der Verwendung erst noch aufgepumpt werden, was vielen dann auf Dauer zu anstrengend ist. So lassen einige ihr Board einfach über die Sommer-Monate aufgepumpt und transportieren es ganz einfach auf dem Autodach. Bei dem Transport von Stand Up Paddle Boards auf dem Autodach gibt es allerdings einiges zu beachten, da sie sicher und fest fixiert werden müssen. Deshalb findet ihr hier nun eine Schritt-für-Schritt Anleitung zur Fixierung der Stand Up Paddle Boards auf dem Autodach. Ihr erfahrt wie ihr die Boards befestigen könnt, was ihr alles an Material benötigt und ob der Transport auf dem Autodach auch mit aufblasbaren SUP-Boards funktioniert.

Was für Material wird zur Befestigung benötigt?

Um das SUP-Board überhaupt auf dem Autodach zu fixieren benötigt ihr natürlich erst einmal ein Auto, welches auch über eine Dachreling verfügt. Sollte euer Board über keine Dachreling verfügen, könnt ihr auch eine spezielle Gepäck-Relingträger zum Aufpumpen auf eurem Dach fixieren. Diese werden in der Regel einfach durch die Türen eures Autos auf dem Dach fixiert und sollen dann eine richtige Dachreling ersetzen.

Relingträger für euer Auto

Sollter euer Auto über eine Dachreling verfügen, braucht ihr allerdings trotzdem noch Relingträger, die sozusagen einmal quer über das Auto gehen. So müsst ihr euer Stand Up Paddle Board nicht direkt auf das Autodach auflegen, sondern könnt es ganz korrekt und sicher auf dem Dach fixieren. Es gibt hier unterschiedliche Systeme, die eigentlich fast alle auch für SUP-Boards geeignet sind. Auf eine besonders hohe Traglast braucht ihr hier nicht achten, da SUP-Boards, vor allem aufblasbare, selten über 20 Kilogramm wiegen. Dieses Gewicht sollte eigentlich jeder Relingträger problemlos aushalten. Es gibt auch komplett fertige Systeme speziell für Stand Up Paddling Boards, die ihr auch nur noch an der Dachreling eures PKW anbringen müsst. Bei diesen Systemen sind keine zusätzlichen Polsterungen oder Spanngurte notwendig, da sie von Haus aus alles integriert haben [z.B. SUP Taxi von Thule* bei Amazon]. Zudem sind diese Systeme auch noch abschließbar, so dass die Boards auf dem Dach auch vor Diebstahl geschützt sind. Der Nachteil an den Komplett-Systemen ist allerdings der vergleichsweise hohe Anschaffungspreis und die wenig flexiblen Einsatzmöglichkeiten. Normale Relingträger können auch problemlos für den Transport von anderen Dingen auf dem Autodach verwendet werden.

Polsterungen für das Trägersystem

Es empfiehlt sich auch gleich Polsterungen für die Relingträger anzuschaffen, damit eure SUP-Board keinen Schaden nehmen und nicht direkt auf den Trägern aufliegen. Die Polsterungen lassen sich in der Regel einfach um den Querträger mit Klettverschluss fixieren und halten dann sicher an Ort und Stelle [Softschutz mit Klett* bei Amazon] Die Low-Budget-Variante wäre einfach ein bisschen Rohrisolierung aus dem Baumarkt, welche mit Panzertape um den Träger fixiert wird – funktioniert genauso, ist nur weniger langlebig!

Relingträger fertig angebracht inklusive Polsterung

Spanngurte

Um die Boards überhaupt auf dem Autodach fixieren zu können, benötigt ihr natürlich auch passende Spanngurte. Wir empfehlen hier keine Standard-Spanngurte zu verwenden, da diese oft einen harten und großen Verschluss haben, der euer SUP-Board, gerade die aufblasbaren, schädigen könnte. Es gibt auch kleine Spanngurte, die am Verschluss noch über eine zusätzliche Polsterung verfügen. Diese eignen sich für Stand Up Paddle Boards um einiges besser, da der Verschluss dann nicht direkt auf euer Board drückt und ihr diese problemlos fest verzurren könnt [valonic Spanngurt, gepolstert* bei Amazon]. Wir haben mit diesen Spanngurten durchweg positive Erfahrung gemacht. Wichtig beim Kauf von Spanngurten ist auch eine ausreichende Länge, so dass sich mindestens zwei SUP-Boards übereinander damit fixieren lassen. Eine Länge von ca. 3,5 Meter reicht bei Spanngurten in der Regel für zwei Boards mit ca. 6″-Dicke. Für die Fixierung benötigt ihr immer mindestens zwei Spanngurte.

valonic Spanngurte (2 Stück) 38 mm mit Polsterung
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valonic Spanngurte (2 Stück) 38 mm mit Polsterung

  • Die Spanngurte verfügen über schon angebrachte Polsterungen, so dass diese das SUP-Board nicht beschädigen und diese trotzdem sicher auf dem Autodach halten können.
  • schon zwei Spanngurte reichen zur Fixierung von zwei Boards, da diese 4 Meter lang sind
  • gepolsterstes Klemmschloss

SUP-Boards auf dem Autodach anbringen

Als erstes müssen die Relingträger sicher an der Dachreling angebracht werden. Achtet hier auf einen vernünftigen Abstand der beiden Träger zueinander, damit das Board am Ende auch gleichmäßig belastet wird. Der maximale Abstand, der bei den Trägern zulässig ist (ca. 80 cm) ist meistens auch der beste, da die Stand Up Paddle Boards sehr lang sind (meist mind. 320 cm). Hard-Boards würden wir persönlich immer in die zugehörige Tasche packen.

SUP-Boards richtig auf den Relingträgern platzieren

Solltet ihr nur ein einziges Stand Up Paddle Board auf dem Autodach transportieren wollen, ist die Platzierung auf dem Dach schnell und einfach gemacht. Legt das Board am besten mit der Standfläche nach unten auf die Relingträger. Die Spitze des Boards sollte hier, für eine bessere Aerodynamik, nach vorne zeigen. Achtet darauf das euer SUP-Board mittig auf den Trägern aufliegt und hinten nicht mehr als 1 Meter über das Heck eures Auto hinausragt (sonst müsst ihr das Board mit einer roten Flagge kennzeichnen). Vorne über die Stoßstange darf euer Board natürlich auch nicht ragen, was bei einem Kleinwagen gar nicht so einfach ist. Der Transport auf einem Kombi gestaltet sich da doch um einiges einfacher. Achtet darauf das euer Board nicht ins Sichtfeld des Fahrers ragt und, trotz langem SUP-Board, eine freie Sicht vorne aus der Frontscheibe beim Auto gegeben ist. Nun muss das Board nur noch fixiert werden (siehe unten).

Wenn ihr mehr als ein SUP-Board auf dem Autodach transportieren wollt, funktioniert das natürlich auch. Dann müsst ihr allerdings noch etwas mehr die Features vom jeweiligen Board beachten. Wie stark ist die Board-Aufbiegung (Rocker-Line)? Welche Features hat das Board, damit das andere Board beim Aufliegen nicht beschädigt wird? Wie liegen beide Boards optimal übereinander? Letzteres ist der wichtigste Punkt. Ihr müsst die Boards auf dem Träger so platzieren, dass diese vor allem in der Mitte wo später die Spanngurte angebracht werden, perfekt übereinander liegen, damit das untere der beiden Boards nicht einfach verrutscht. Verwendet um ganz sicher zu sein auch zusätzlich noch eine Anti-Rutsch-Matte, die ihr zwischen die beiden Boards legt.

Fixierung mit Spanngurten

Die Befestigung der Stand Up Paddle Boards ist mit den gepolsterten Spanngurten einfach und schnell erledigt. Für zwei Boards benötigt ihr lediglich zwei Spanngurte. Legt den den Spanngurt direkt mit der Polsterung an das oberste der beiden SUP-Boards (bei einem Board natürlich nur auf das eine) und werft das andere Ende auf die andere Seite. Zieht das Ende nun unter dem Relingträger durch und werft es erneut auf die Seite mit dem Verschluss.

Achtet hierbei darauf das der Gurt nicht verdreht ist und gerade auf dem Board aufliegt. Nun müsst ihr auch auf dieser Seite den Gurt nur noch unter dem Relingträger hindurchziehen und den Gurt am gepolsterten Verschluss fixieren. Durch einfaches Herunterziehen bekommt der Gurt Spannung. Zieht den Gurt erst komplett fest, wenn auch der zweite Spanngurt angebracht ist, so dass ihr das Board in der Position noch etwas korrigieren könnt. Zum Abschluss müsst ihr nur noch das überstehende Ende eures Spanngurtes irgendwo festbinden, damit dieses nicht wie wild auf dem Dach herumflattert.

Ihr könnt auch noch einen zusätzlichen Spanngurt zur Sicherung über die Boards und durch euer Auto (die Türen) ziehen. Dieses wäre dann der Backup-Spanngurt, falls sich die Relingträger lösen sollten! Vorsichtig mit den Dichtungen der Auto-Türen

Wichtig bei aufblasbaren Boards

Zieht den Gurt bei aufblasbaren SUP-Boards nicht zu fest, da das Außenmaterial flexibel ist. Wenn ihr den Gurt mit voller Kraft fixiert, kann es passieren das sich euer SUP-Board verzieht und verdreht und ihr es am Ende gar nicht mehr richtig fahren könnt. Natürlich muss der Gurt so fest verzurrt werden, dass dieser auch die beiden Boards sicher auf dem Relingträger hält. Allerdings nicht mit übermäßiger Kraft. Auch sollten die Boards, gerade bei längerer Strecke, nicht bis zum maximalen Druck aufgepumpt werden, da der Spanngurt das Material auch zusätzlich belastet. An sehr sonnigen Tagen dehnt sich die Luft im SUP-Board zudem aus, was in Zusammenhang mit der Fixierung und Spanngurten zu Schäden führen kann. Pumpt lieber am Ziel-Ort noch 1-2 PSI mit der Handpumpe nach. Das ist schnell erledigt und kostet nicht viel Kraft.

Aufblasbare SUP-Boards auf dem Autodach

SUP-Board auf dem Autodach einpacken?

Wenn ihr eine Tasche für euer Stand Up Paddle Board habt, empfehlen wir immer diese auch zu nutzen. Gerade bei längeren Strecken mit dem SUP-Board auf dem Autodach, habt ihr an einem sommerlichen Tag schnell eine ganze Insektenfamilie am Board kleben. Das erfordert am Ende viel unnötigen Reinigungsaufwand, so dass wir ein Einpacken grundsätzlich immer empfehlen würden. Bei kurzen Strecken (ca. 10 Kilometer) geht es wahrscheinlich problemlos auch mal ohne.

Video zum Thema SUP auf dem Autodach

SUP-Boards auf dem AUTODACH transportieren – Anleitung mit Material und richtiger Fixierung

Das Video ist von YouTube eingebettet. Beim Starten wird eine Verbindung hergestellt. Es gelten die Datenschutzbestimmungen von Google.

Transportiert ihr euer Stand Up Paddle Board auch auf dem Autodach? Wie sind eure Erfahrungen damit? Was für ein System nutzt ihr für den Transport? Schreibt eure Erfahrungen gerne als Kommentar unter diesen Beitrag!

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Kommentare

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Andrej 09/08/2019 um 8:03 am

Hallo Steffen,

wir haben mit Eurer Methode in Südfrankreich täglich zum Strand gefahren um die Boards nicht dauernd aufpumpen zu müssen. Ein paar Anmerkungen und eine Frage.

Die Antirutschmatte ist tatsächlich unerlässlich, Finnenkästen können doofe Kratzer machen.

Wingbars brauchen spezielle Schoner, die Northcore Schoner, auch die speziellen, passen nicht gut auf Thule Wingbars. Ich empfehle die Polster von Dakine, gibts mit passenden Straps, die sehr breit sind und besser funktionieren als die preiswerten.

Bei Boards mit unterschiedlichen Outlines wird sich das obere Board ein bisschen schief legen. Vor dem los Fahren auf der Seite, die etwas hoch steht das Board runterziehen, damit es perfekt aufliegt. Ist sicherer und es gibt keine Verformungsgefahr.

Das längste Board sollte nach unten, Nose nach vorne. Vorsicht bei 12.6er Boards und automatischen Heckklappen. Diese stoppen erst, wenn das unterste Board schon gut verbogen ist. Das kann auf Dauer Schäden geben.

Was war denn die längste Strecke, die ihr probiert habt?

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Steffen

Steffen 09/08/2019 um 8:06 am

Wow, danke für die ganzen Hinweise und Tipps 🙂 Das sind echt noch hervorragende Tipps für alle, die andere Relingträger und automatische Heckklappen haben. Wir sind damit schon mal 30 km am Stück gefahren und nichts hat sich gelöst. Aber wie du ja auch betonst, es ist SEHR WICHTIG, die Gegebenheiten vom jeweiligen Board genau zu beachten, damit man sich da nichts kaputt macht!

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Rupert 07/11/2019 um 10:17 am

Hallo, danke für die professionelle Anleitung.
Bin im Sommer 5000 Kilometer auf diese Art mit zwei Isups nebeneinander und jeweils noch diversen softboards obendrauf mit dem Wohnmobil herumgekurvt(Ging nur so, da der Innenraum begrenzt ist).habe immer ordentlich Luft rausgelassen, um den Druckanstieg durch die Sonne zu kompensieren.Alle Bretter haben die Reise gut überstanden.
Ich habe Gurte von „Sea to Summit“ mit 4.5 Metern verwendet ,die haben sich als boardschonend bewährt, das Prinzip scheint ähnlich wie bei den von dir empfohlenen.
Frohes Paddeln allerseits!

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