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Kleidung für Stand Up Paddling im Herbst & Winter

Spätestens Anfang September mit den ersten kalten Tagen ist die SUP-Saison für viele zu Ende. Die Wassertemperatur sinkt durch die kalten Nächte schon auf ein gefährliches Tief (Stichwort: Kälteschock). Deshalb könnt ihr nicht einfach mit Badehose oder Sportkleidung aufs SUP-Board steigen, da ihr euch dann in Lebensgefahr begebt. Gerade bei sinkenden Wassertemperaturen müsst ihr die Kleidung deshalb an die Wassertemperatur anpassen. Auch wenn die Luft teilweise vielleicht noch 15-20°C hat, müsst ihr die Kleidung richtig wählen. In der Übergangszeit zum Winter und auch im Winter selber habt ihr verschiedene Möglichkeiten für die richtige Kleidung auf dem SUP-Board. Wir möchten euch in diesem Beitrag einige Varianten und Möglichkeiten vorstellen, damit ihr eure SUP-Saison bis in den Winter verlängern könnt. Natürlich haben alle Varianten ihre Vor- und Nachteile, die wir euch hier auch kurz erläutern wollen.

Optimale Kleidung: Trockenanzug!

„Ich falle doch eh nicht ins Wasser!?“

„Warum soll ich mich der Wassertemperatur entsprechend kleiden, wenn ich doch eh nicht ins Wasser will und falle. Ich bin schließlich ein sicherer Paddler, der schon mehrere Jahre auf dem SUP-Board steht.“

Diese Sätze haben wir schon von vielen Stand Up Paddlern gehört. Gerade als erfahrener Stand Up Paddler hast du dir sicherlich schon mal Gedanken über die Gefahren und Sicherheit beim SUP gemacht? Dann weißt du sicherlich auch wie gefährlich der Körperkontakt mit dem kalten Wasser sein kann? Als langjähriger und verantwortungsvoller Paddler erwarten wir eigentlich, das er sich auch bei kalten Temperaturen richtig auf dem SUP-Board kleidet. Erfahrene Paddler haben IMMER eine Vorbild-Funktion! Zudem können auch erfahrene Stand Up Paddler durchaus mal ins Wasser fallen. Oder schnallst du dich im Auto nun auch nicht mehr an, weil du jahrelang deinen Führerschein hast und unfallfrei gefahren bist? Nein!? Dann solltest du dein Leben auch beim Stand Up Paddling nicht unnötig aufs Spiel setzen und dich immer der Wassertemperatur entsprechend kleiden!

Variante 1: Dünne Neoprenkleidung

Die günstigste Variante, sich vor dem kalten Wasser zu schützen, ist dünne Neoprenkleidung. Diese gibt es in unterschiedlichen Varianten zu kaufen. Einige setzen hier auf Neoprenwesten, welche die wichtigsten Körperregionen beim Sturz ins Wasser warm halten, andere brauchen ganze Neoprenshirts mit langen Ärmeln. Es gibt kurze und lange Neoprenhosen, Shirts, Handschuhe, Socken und Mützen. Da wir aber gerade in der Übergangszeit vom Sommer in den Herbst meist noch warme Außentemperaturen haben, solltet ihr lieber nicht zu viel Neoprenkleidung am Körper tragen. Auch solltet ihr bei der Kleidung darauf achten, das ihr nicht zu dickes Neoprenmaterial wählt. 1-1,5 mm reichen meist schon aus, damit die wichtigen Körperregionen warm bleiben. Ihr solltet die Kleidung entsprechend an euer Körperempfinden anpassen, damit ihr auf dem Board nicht überhitzt. Trotzdem solltet ihr immer genug tragen, damit ihr im Wasser nicht unterkühlt! Doch Neoprenkleidung, auch dünne, ist für das Stand Up Paddling nciht optimal geeignet. Die Gründe könnt ihr weiter unten im Beitrag noch einmal nachlesen.

Variante 2: Airprene Kleidung

Noch nicht so stark verbreitet ist die sogenannte Airprene-Kleidung. Dieses ist auch ein 1,5 mm Neoprenmaterial, welches aber im Gegensatz zu normalen Neopren eine Atmungsaktivität aufweist. Das heißt, das der Körper atmen kann und ein Wärmeaustausch stattfinden kann. So überhitzt euer Körper nicht und ihr seid trotzdem bei einem Sturz ins kalte Wasser ausreichend geschützt. Die Airprene Kollektion wurde von StandOut SUP Wear speziell für das Stand Up Paddling entwickelt. Sie ist für die Übergangszeit vom Sommer bis in die spätherbstlichen Monate gedacht (Ende Oktober bei entsprechenden Temperaturen) und weißt viele Features auf, die sie für das Stand Up Paddling optimal machen. An den Stellen wo es auf viel Bewegungsfreiheit ankommt, zum Beispiel an der Ellenbeuge und unter den Achseln, wird auf flexibles Material gesetzt, so dass sich die Airprene Kleidung auch bei sportlichem Paddeln angenehm trägt und maximale Flexibilität verspricht. So scheuert die Kleidung auch nicht auf, wie es bei Neoprenkleidung oft der Fall ist. Im Innern ist die Airprene-Kollektion zudem mit einem filzartigen Stoff ausgestattet, welcher Feuchtigkeit aufnimmt und nach außen transportiert. So überhitzt der Körper nicht und ihr habt auch bei herbstlichen Außentemperaturen ein angenehmes Paddel-Gefühl. Bei einem Sturz ins Wasser trocknet die dünne Airprene-Kleidung durch die Atmungsaktivität auch deutlich schneller als Neoprenmaterial. Einen Nachteil hat die Kleidung allerdings: Sie hat einen vergleichsweise hohen Anschaffungspreis. Mehr Infos zur Airprene-Kollektion von StandOut SUP-Wear findet ihr auf deren Website.

Variante 3: Neoprenanzug

Viele sind der Meinung, dass ein Neoprenanzug beim Stand Up Paddling im Winter die beste Wahl ist. Vielleicht hat der ein- oder andere auch noch einen Anzug vom Triathlon oder Surfen im Schrank und möchte diesen nun auch auf dem SUP-Board anziehen. Doch ein Neoprenanzug ist, aus den unten genannten Gründen, für das Stand Up Paddling nicht optimal geeignet. Ihr könnt gerne eure eigenen Erfahrungen mit Neoprenanzügen (auch Shortys) beim Stand-Up Paddling machen, empfehlen würden wir ihn aber nicht. Er schützt euch zwar, gerade in den Varianten ab 4 mm, auch im Winter vor dem kalten Wasser, ist aber aufgrund der fehlenden Wärmeregulation nicht geeignet. Spätestens bei dem ersten Sturz ins Wasser oder, wenn ihr zu schwitzen anfangt, wird euch danach auf dem Board kalt und ihr friert. Das bedeutet in der Regel das Ende eurer SUP-Tour. Neoprenanzüge sind für Sportarten IM Wasser konzipiert und auch dafür gedacht. Wer AUF dem SUP-Board steht und seine Saison verlängern möchte, sollte deshalb vielleicht über die Anschaffung eines Trockenanzugs nachdenken.

Variante 4: Trockenanzug

Neben der Airprene-Kleidung (siehe oben), ist der Trockenanzug für das Stand Up Paddling im Herbst und Winter die beste Kleidungs-Wahl. Ein Trockenanzug hält euren Körper, wie der Name schon verrät, tatsächlich trocken, wenn ihr ins Wasser fallt. Durch Neopren- oder Latexmanschetten am Hals, an den Füßen und Armen, dringt kein Wasser in den Anzug ein und euer Körper hat entsprechend gar keinen Kontakt mit dem kalten Wasser. Es gibt relativ leichte flexible Trockenanzüge, die beim Paddeln nicht stören und ausreichend Bewegungsfreiheit bieten. Diese sind dann speziell für das Stand Up Paddling im Flachwasser entwickelt und geschaffen. Es gibt aber auch Anzüge, die über ein robusteres Außenmaterial verfügen, welche dann für Wildwasser SUP gedacht sind. Ein Trockenanzug hat nur eine geringe Wärme-Funktion, so dass dann als Schicht darunter problemlos normale Funktionskleidung/Skiunterwäsche (Sportkleidung) getragen werden kann. Ihr könnt die Schichten unter dem Anzug immer an die Außentemperaturen anpassen, so dass ihr das ganze Jahr mit einem Trockenanzug auf dem Wasser unterwegs sein könnt. Bei sehr kalten Außentemperaturen könnt ihr auch die Airprene-Kleidung mit einem Trockenanzug kombinieren. Leider sind Trockenanzüge auch nicht ganz preiswert. Wer aber das gesamte Jahr durch paddeln möchte, sollte früher oder später über die Anschaffung nachdenken. Denn es ist doch toll, wenn ihr statt 3-4 Monaten im Jahr 12 Monate auf dem SUP-Board unterwegs sein könnt? Es gibt Trockenanzüge auch mit Füßlingen, so dass auch die Füße komplett trocken bleiben. Trockenanzüge lassen sich aber auch wunderbar mit Neoprenschuhen oder wasserdichten Socken, z.B. von Sealskinz [bei Amazon.de anschauen*], kombinieren.

DryFashion Trockenanzug (schwarz-grün)
Der Trockenanzug von DryFashion (Advanced) ist besonders robust konstruiert und dadurch für alle Einsatzgebiete (auch Wildwasser SUP) bestens geeignet. Kombiniert mit wärmender Funktionskleidung könnt ihr mit diesem Trockenanzug das ganze Jahr auf dem SUP-Board stehen. Die Neoprenmanschetten an den Handgelenken bieten einen hohen Tragekomfort. Der Anzug insgesamt genug Bewegungsfreiheit beim Paddeln und verfügt sogar über eine wasserdichte Tasche am Bein

Darum ist Neoprenbekleidung auf dem SUP nicht optimal

Neoprenkleidung ist nicht für Sportarten AUF dem Wasser konzipiert, da durch das Material kein Wärmeaustausch des Körpers stattfinden kann. Wer in der Welle Surfen geht und viel Zeit IM Wasser verbringt, kann zu Neoprenkleidung greifen. Beim Stand Up Paddling steht ihr aber meist auf dem Board und habt wenig bis gar keinen Wasserkontakt. Wer zu dicke und zu viel Neoprenkleidung trägt, kann deshalb schnell überhitzen und schwitzt sehr stark. Ihr geht doch auch nicht mit Neoprenkleidung im Winter eine Runde Joggen? Neopren wurde so konzipiert, dass es im Wasser über hervorragende Wärm-Eigenschaften verfügt, da in einer Umgebung im Wasser, die Wasserschicht zwischen Haut und Neoprenmaterial von dem Körper erhitzt werden kann. Neopren ist nicht wasserdicht, was gerade nach einem Sturz ins Wasser schnell deutlich wird. Der Neoprenanzug ist nass und ihr fangt schon bei wenig Wind an zu frieren (Wind-Chill). Solltet ihr viel Schwitzen, was gerade bei sportlichem Paddeln schnell passiert, werdet ihr auch frieren und die SUP-Tour ist vorbei. Merke: Teilweise Bekleidung mit dünnen Neoprenteilen (max. 1,5 mm) kann funktionieren, ist aber nicht optimal für das Stand Up Paddling im Herbst. Bei langen Neoprenshirts habt ihr zudem nicht mehr so viel Bewegungsfreiheit (genau wie beim Neoprenanzug) und es kann schnell passieren das diese durch die Bewegungen aufgescheuert wird. Das Tragegefühl von Neoprenkleidung ist beim Stand Up Paddling, wo sich viel bewegt wird, gerade bei langen SUP-Touren, nicht sehr angenehm.

Warme Füße? – kein Problem!

In der Übergangszeit vom Sommer zum Herbst kann noch Barfuß mit der passenden Kleidung gepaddelt werden. Doch irgendwann sind die Wassertemperaturen so niedrig, dass das Wasser an den Füßen unangenehm ist. Die Füße werden beim Stand Up Paddling schnell mal nass, da sie auf der Standfläche stehen und nur wenig bewegt werden. Das kann gerade im Winter schnell für kalte Füße sorgen. Für die Füße gibt es aber auch ausreichend Möglichkeiten. Einige paddeln im Winter mit wasserdichten Socken, z.B. von Sealskinz [bei Amazon.de anschauen*], in welchen die Füße garantiert warm & trocken bleiben. Kombiniert mit Neoprenschuhen seid ihr auch bei kaltem Wasser sicher auf dem SUP-Board unterwegs. Einige tragen im Winter auch wasserdichte Socken (etwas wärmere Variante) in Kombination mit alten Wander- oder Sportschuhen. So haben die Füße noch eine isolierende Schicht und kommen mit dem Wasser gar nicht unbedingt in Kontakt. Bedenkt aber hierbei: Ihr müsst mit den gewählten Schuhen auch noch Schwimmen können, wenn ihr doch mal ins Wasser fallt!

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Die Neoprenschuhe von Ascan zeichnen sich durch ein hervorragendes Preis- Leistungsverhältnis aus. Sie bieten ausreichend Wärmefunktion beim langen Stehen auf dem SUP-Board und bieten einen angenehmen Tragekomfort. Wem die 5 mm zu dünn sind, kann auch zu einer 7 mm-Variante greifen, welche dann auch bei sehr kalten Wassertemperaturen noch für warme Füße sorgt.

Fazit

Die beste Wahl für das Stand Up Paddling im Herbst und Winter ist der Trockenanzug. Auch wenn er in der Anschaffung auf den ersten Blick teuer wirkt, lohnt es sich in der Regel, da ihr damit das ganze Jahr auf dem Wasser unterwegs sein könnt. So lohnt sich euer SUP-Board noch mehr und ihr kommt zudem noch fit über die Winter-Monate. Außerdem habt ihr im Herbst und Winter auf dem Wasser deutlich mehr Ruhe und eine ganz besondere Atmosphäre. Ihr werdet Stand Up Paddling auch in den kalten Jahreszeiten zu lieben lernen.

Was zieht ihr im Herbst und Winter beim Stand Up Paddling für Kleidung an? Welche Erfahrungen habt ihr gemacht? Schreibt dieses gerne als Kommentar unter diesen Beitrag!

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