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Wind-SUP: Die ersten Erfahrungen mit iSUP und Segel beim Windsurfen

An Tagen mit viel Wind ist Stand Up Paddling undenkbar und macht auf dem Wasser auch wenig Spaß. Wer schon einmal richtig gegen den Wind gepaddelt ist, wird das so schnell nicht wiederholen möchten. Wie wäre es denn, wenn einfach ein Segel am Board befestigt werden kann, so dass es dann ein Wind SUP ist? Einige aufblasbare Boards bieten die Möglichkeit einer Segelmast-Befestigung, so dass es sowohl als „normales SUP-Board“, als auch als Windsurf-Board genutzt werden kann. Ich hatte jetzt endlich die Möglichkeit ein solches Wind SUP Board einmal auszuprobieren. Ich möchte in diesem Bericht meine ersten Erfahrungen zum SUP mit einem Segel teilen. Hierbei möchte ich folgende Fragen beantworten: Wie hat der Aufbau von Board und Segel funktioniert? Wie habe ich mich vorbereitet? Wie haben die ersten Versuche mit SUP und Segel auf dem Wasser funktioniert? Bekommt ein blutiger Anfänger das mit dem SUP-Board und Segel hin?

Meine Vorerfahrungen mit Segel

Einer meiner Kindheitsträume war es immer, ein eigenes Windsurfboard mit Segel zu besitzen. Ich habe immer voller Faszination den Windsurfern zugeschaut und dachte immer: „Das ist voll mein Ding!“. Als Jugendliche, also vor mittlerweile ca. 16 Jahren, war es dann auch endlich soweit und ich habe ein paar Schnupperstunden in einer Surfschule nehmen dürfen. Es hat mir damals unglaublich viel Spaß gemacht, soweit ich mich noch zurückerinnern kann. Leider sind solche Kurse auch sehr teuer, so dass ich danach nicht wieder die Möglichkeit dazu hatte. Ich war damals schon unglaublich froh, die Chance zu bekommen, diesen Sport einmal ausprobieren zu dürfen. Eine eigene Ausrüstung war aber, vor allem aufgrund des hohen Anschaffungspreises, undenkbar und sich immer das Equipment auszuleihen war auch keine Option. Somit blieb es wieder nur etwas in Vergessenheit geratener Traum, welchen ich bis heute nicht weiterverfolgt habe. Bis sich Aqua Marina im Frühjahr diesen Jahres gemeldet hat. Sie hätten ein neues SUP-Board, das Blade 10’6″, mit Segel rausgebracht und suchen dafür noch „Tester“. Da war sie also wieder: Meine Chance das Windsurfen noch einmal für mich zu entdecken! Aqua Marina hat uns Board und Segel für ein Ausprobieren zur Verfügung gestellt. Ich möchte in diesem Bericht gar nicht so sehr speziell auf das Board eingehen, sondern viel auf meine Erfahrungen. Solltet ihr euch für die ganze Ausrüstung, die für Wind-SUP benötigt wird, interessieren, schaut gerne in diesem Beitrag vorbei.

Aufbau des Segel-Setups

Der Aufbau des Segels war einfacher als gedacht und das ganze Auspacken und Aufbauen hat nur ca. 30 Minuten gedauert. Wenn das Segel öfters in Gebrauch ist, schafft man es bestimmt auch deutlich schneller. Wir haben ein 5qm Segel von Aqua Marina zur Verfügung gestellt bekommen. Im ersten Moment fand ich das Segel riesig. Ich weiß nicht, wie groß ein Segel im Verhältnis zur Körpergröße sein sollte. Ich weiß nur, das es auf jeden Fall anstrengender sein wird, dieses große Segel bei Wind noch gut zu bändigen. Das Segel wird in einer Tasche geliefert, mit der man das Segel im eingepackten Zustand gut tragen kann. Die Tasche wirkt recht einfach aber auch ziemlich durchdacht. Der Mast wurde in 4 Teile aufgeteilt, welche man ganz einfach zusammenstecken kann. Das Segel hat Schlaufen, durch welche man den Mast schieben kann, um das Segel mit dem Mast zu verbinden. Auch dies hat ganz einfach funktioniert. Auch der Gabelbaum wird schnell zusammen gesteckt und dann an Mast und Segel befestigt. Mit der Bedienungsanleitung ging alles schnell von der Hand und ich hatte das Gefühl, ein hochwertiges Segel in der Hand zu halten. Das Blade 10`6″ iSUP war schnell aufgepumpt und der Mastfuß konnte ganz einfach in eine kleine Aussparung im SUP eingedreht werden. Schnell noch beide Finnen am Board befestigt und das Segel mit dem Board verbunden: Jetzt kann es endlich losgehen!!!

Handling: Erstes Einlesen im Internet

Wie schon zu Beginn beschrieben, liegen meine Windsurf- Erfahrungen schon einige Jahre in der Vergangenheit und ich konnte mich kaum noch an etwas aus den Kursen erinnern. Meine einzige Erinnerung ist, das ich nach dem Surf – Sommer ganz schön dicke Arme hatte. Damit ich also nicht ganz so hilflos da stehe, habe ich mich im Internet ein wenig schlau gemacht. Wie kann ich das Board wenden und was ist eigentlich eine Halse? Wichtig war mir, dass ich auch wieder zurück zum Startpunkt komme und das Segel mit dem SUP nicht wieder zurück tragen muss. Die Wende sah mir in den Videos recht einfach aus. Was genau eine Halse ist und wofür man sie braucht, habe ich leider immer noch nicht so ganz verstanden. An dem auserwählten Tag war ein leichter Wind auf dem See und das Wasser war leicht unruhig, mit kleinen Wellen. Alles noch im Rahmen, ich wollte ja nicht direkt abheben, sondern erst einmal ein Gefühl für das Wind SUP bekommen.

Handling auf dem Wasser

Ich bin vom Steg aus auf das Board gestiegen, habe das Segel hochgezogen und stand mit etwas wackeligen Knien auf dem Board. Natürlich war in diesem Moment kaum Wind aber ich konnte trotzdem mit dem nach vorne und hinten Kippen vom Segel, ein wenig das Board lenken. Kaum merkbar kam ich voran, bis mich die Strömung auf die Mitte des Sees gezogen hat. Der Wind frischte auf und drückte ins Segel. Das iSUP kam langsam in Fahrt und ich habe versucht das Board mit leichten Bewegungen des Segels zu lenken. Das iSUP war unglaublich sensibel und nur kleine Veränderungen haben die Boardspitze nach links oder rechts bewegt. Das hätte ich bei einem iSUP nun wirklich nicht gedacht! Jauchzend und voller Freude bin ich einmal über den ganzen See gefahren. Was ein Erlebnis.

Am anderen Ende vom See, habe ich mich an das Wendemanöver aus dem Video erinnert und mit leicht staksigen Beinen habe ich es tatsächlich geschafft, das Board zu wenden. So ging es einige Male hin und her und ich konnte mein Glück kaum fassen! Es funktioniert tatsächlich! Ohne Lehrer, ohne große Vorkenntnisse und ohne Meer. Natürlich bin ich auch ein bis zwei Mal ins Wasser geplumpst, aber da ich einen guten Neoprenanzug an hatte, war dies absolut kein Problem und gehört ja auch irgendwie zum Windsurfen dazu, oder?

Video über die ersten Erfahrungen

Wind SUP: Aufblasbares SUP-Board mit Segel ausprobiert | Erfahrungen einer Anfängerin (Windsurfen)

Das Video ist von YouTube eingebettet. Beim Starten wird eine Verbindung hergestellt. Es gelten die Datenschutzbestimmungen von Google.

Fazit

Es war ein wirklich unvergessliches Erlebnis, mit dem Board und dem Segel über den See zu fahren. Mit einfachem Equipment, ohne große Vorkenntnisse, habe ich es geschafft. Da ich keine großen Erfahrungen mit Surf- Segel oder auch Boards habe, hat mir dieses Equipment vollkommen ausgereicht. Ich bin vorwärts gekommen und hatte einen unglaublich großen Spaß. Ich freue mich richtig, auf das nächste Mal und werde mich jetzt intensiv mit diesem Thema befassen.

Solltest du auch überlegen, dir ein Wind- Sup- Segel zuzulegen, kann ich dies nur unterstützen. Bist du auch ein Anfänger wie ich, hast nicht viel Platz um das ganze Surf- Equipment zu lagern und möchtest einfach nur auf dem See bei ein wenig Wind deinen Spaß haben? Dann solltest du nicht mehr lange überlegen, sondern es einfach machen. Es lohnt sich auf jeden Fall. Auch das Einpacken hat gut funktioniert. Das iSUP, sowie das Segel konnten klein verstaut werden und warten nun in der Garage auf ihren nächsten Einsatz. Ich hoffe, dass dir meine Erfahrungen weiter geholfen haben und du aus diesem Beitrag etwas für dich mitnehmen konntest. Falls du noch Fragen zu diesem Thema hast, stelle diese gerne unter diesem Beitrag in den Kommentaren.

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