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Anleitung: Stand Up Paddle Board (iSUP) aufpumpen

Aufblasbare Stand Up Paddle Board erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Sie können kompakt im Rucksack verstaut und einfach im Auto des Kofferraums. im Fahrradanhänger oder einfach auf dem Rücken transportiert werden. Leider müssen die sogenannten iSUP (inflatable SUP-Boards), vor dem Spaß auf dem Wasser noch mit Luft befüllt werden. Hierfür liegen bei den meisten Stand Up Paddle Boards Handpumpen bei, mit denen sich der empfohlene Druck in wenigen Minuten aufpumpen lässt. Allerdings ist das Aufpumpen der SUP-Boards für viele sehr anstrengend und im schlimmsten Fall entweicht die Luft nach dem Abziehen des Pump-Schlauchs wieder aus dem Board. Dieses liegt dann an der falschen Stellung des Ventils oder einer falschen Handhabung der SUP-Pumpe. Deshalb haben wir uns dazu entschieden für euch noch einmal eine Schritt-für-Schritt Anleitung für das Aufpumpen zu verfassen, damit euch dieses leichter von der Hand geht. Außerdem geben wir euch noch einige Hinweise, die euch das Aufpumpen eures SUP-Boards vereinfachen sollen.

Schritt für Schritt zum aufgepumpten SUP-Board

  1. Pump-Schlauch an die Pumpe anschließen. Achte hierbei auf Deflate und Inflate, wenn deine Pumpe beides bietet
  2. Ventilkappe des SUP-Boards entfernen und Ventilstift in die richtige Position bringen. Dieser muss nach „außen“ zeigen
  3. Pumpschlauch mit einer Drehbewegung am Ventil anbringen. Hierbei darauf achten, dass der Ventilstift nicht wieder nach unten gedrückt wird
  4. Board bis zum empfohlenen Druck aufpumpen
  5. Pumpschlauch mit einer Drehbewegung vom Ventil abziehen (wenn keine Luft entweicht, habt ihr die Ventilstellung beachtet) und die Kappe wieder aufsetzen
  6. FERTIG aufgepumpt und startklar für das Wasser!

Da immer wieder Fragen aufkommen, haben wir euch noch einige der meistgestellten Fragen zum aufpumpen von SUP-Boards beantwortet.

Wie viel Druck muss auf mein SUP-Board?

Jedes aufblasbare Stand Up Paddle Board unterscheidet sich von den Materialien, den PVC-Schichten, die das Board umgibt und dem Drop-Stich (Single-Layer, Double-Layer, Fusion). Einige SUP-Boards sind qualitativ besonders hochwertig und auf einen hohen Druck ausgelegt. Einige SUP-Boards verfügen auch über zwei Luftkammern, die unabhängig voneinander mit Luft befüllt werden müssen. Das Volumen der iSUP-Boards unterscheidet sich natürlich ebenso voneinander. Sehr kleine Boards (Allround, Wave, Wildwasser) haben natürlich ein niedrigeres Volumen als ein langes breites Touring-Board. Dementsprechend dauert das Aufpumpen bei diesen Boards, aufgrund des höheren Volumens, dann auch länger, als bei den kleinen. Die Handpumpen beim SUP-Board haben in der Regel eine Druckanzeige, die dir anzeigt wie viel Druck schon auf deinem Board aufgepumpt ist. Wie viel Druck auf dein Board aufgepumpt werden muss, kannst du entweder in der Bedienungsanleitung nachlesen oder direkt auf dem Ring, der das Ventil umgibt.

Bei den meisten iSUP-Boards werden immer ca. 15 psi (ca. 1 Bar) benötigt, damit das Board die optimalen Fahreigenschaften bietet. Bei einigen Boards sind aber auch 18 bis 20 psi gefordert. Diese Boards bieten dann in der Regel auch eine etwas bessere Steifigkeit und eine noch robustere Bauweise. Wirf also vor dem Aufpumpen auf den Ring um das Ventil. Dort ist eigentlich immer der maximale Druck angeben. Ob du immer den maximalen Druck auf das SUP-Board aufpumpen musst, erfährst du später.

Worauf muss ich beim Ventil des Boards achten?

Hat der Ventilstift (hier gelb) die richtige Position?

Wer sein SUP-Board aufpumpt, ohne auf die richtige Ventilstellung zu achten, kann sein iSUP in der Regel gleich noch mal fast von vorne aufpumpen. Die Luft entweicht dann nämlich beim Abziehen des Schlauches einfach wieder aus dem Board. Das ist besonders ärgerlich, wenn schon der maximale Druck aufgepumpt wurde und die Pumpe am Ende aber wieder nur ca. 10 psi anzeigt – frustrierend! Deshalb ist es ganz wichtig VOR dem Anschließen des Schlauchs der Pumpe auf die richtige Stellung des Ventils zu achten. Das Ventil besteht im Grunde aus einem Ring mit einem kleinen Stift mit Feder in der Mitte. Die Feder und der Stift muss beim Aufsetzen des Schlauches entlastet sein. Das heißt, das Ventil zeigt nach außen! Nur dann ist das Ventil auch garantiert geschlossen, wenn du den Schlauch am Ende abziehst und du ersparst dir ein erneutes Aufpumpen.

Den Ventil-Stift kannst du durch ein Drücken und Drehen in die richtige Position bringen. Probiere hier ruhig vor dem Aufpumpen ein bisschen aus und du wirst schnell die richtige Ventilstellung bei deinem SUP-Board herausfinden

Bei einigen Stand Up Paddle Boards wird das Ventil beim Anbringen des Pump-Schlauchs automatisch wieder nach unten gedrückt. Hier ist das meist ein kleiner Steg innerhalb des Pump-Schlauchs das Problem. welcher das Ventil wieder öffnet. Dieser ist bei einigen Pumpen nicht tief genug im Anschluss angebracht, so dass dieser dann vorsichtig herausgebrochen werden kann (auf eigenes Risiko). Danach sollte sich das Ventil nicht mehr einfach so öffnen, wenn du den Pump-Schlauch aufsetzt.

Wie schließe ich den Schlauch der Pumpe richtig an?

Wenn du auf die richtige Stellung des Ventils geachtet hast (siehe oben), ist das Anschließen des Schlauchs eigentlich kein Problem mehr. Das Ventil bei Stand Up Paddle Boards ist immer gleich aufgebaut und es passen alle gängigen Pumpen an jedes Board. Hierbei unterscheiden sich auch die Markenhersteller nicht von den günstigeren Stand Up Paddle Boards. Der Schlauch verfügt über kleine Aussparungen, die den Pumpschlauch im Ventil fixieren. Hierfür muss der Schlauch einfach aufgesetzt und mit einer Drehbewegung fixiert werden. Sollte der Pumpschlauch verdreht sein, empfiehlt es sich, diesen VOR dem Anschließen zu entdrehen, damit sich dieser nicht einfach von alleine wieder vom Ventil abdreht. Bei einigen SUP-Boards sitzt der Schlauch allerdings schön fest, so dass dieser auch wirklich bei sehr ambitionierten Aufpumpen fest am Ventil des Boards sitzt.

Wie kann ich das SUP-Board schneller und effektiver aufpumpen?

Fixiere die Handpumpe mit beiden Füßen fest am Boden. Achte auf einen festen Untergrund (kein Sand oder Gras), damit du einen besseren Halt hast und mit richtig Kraft den Kolben nach unten Drücken kannst. Nutze bei der Handpumpe immer den gesamten Pump-Weg des Kolbens um mit einem einzigen Pump-Stoß mehr Luft in das Board zu bringen. Drücke die Griffe mit beiden Händen nach unten und nutze hierbei dein Körpergewicht, um mehr Kraft aufbringen zu können. Arbeite nicht nur aus den Armen, sondern drücke deinen gesamten Oberkörper nach unten. Bei einigen SUP-Boards kannst du bei der Handpumpe von Single- auf Doppel-Hub umschalten. Dieses kann entweder über einen kleinen Hebel oder einen Stift geschehen. Bei Single-Hub wird nur beim Herunterdrücken Luft in das Board gepumpt. Bei Doppel-Hub beim Herunterdrücken und Hochziehen des Kolbens. Gerade am Anfang, um den ersten Druck auf das Board zu bekommen, empfiehlt sich die Doppel-Hub Funktion. Wenn es anstrengend wird, könnt ihr einfach auf Single-Hub umschalten. So ist das Board in der Regel noch schneller aufgepumpt.

Wieso zeigt meine SUP-Pumpe am Anfang keinen Druck an?

Das Aufpumpen eines SUP-Boards kann schnell anstrengend werden. Am Anfang hat jeder das Gefühl, das es gar nicht voran geht, weil sich die Druckanzeige kein bisschen nach oben bewegt. Dieses liegt einfach daran, dass erst mal überhaupt ein Druck vorhanden sein muss. Hierfür muss das iSUP erstmal in Form gebracht werden. Das heißt die erste Luft, bis das Board keine Falten mehr schlägt müssen erst mal aufgepumpt werden. Erst dann zeigt die Druckanzeige der Handpumpe etwas an.

Warum entweicht Luft aus meinem SUP-Ventil?

Entweder du hast nicht auf die richtige Ventilstellung (siehe oben) geachtet, oder den Ventil hat sich etwas gelöst. Bei vielen SUP-Boards liegt ein Ventilschlüssel mit bei mit welchem das Ventil ganz einfach wieder fest gezogen werden kann. Den Ventilschlüssel findest du meistens zusammen mit den Flicken in der Reparaturbox (Repair-Kit – orange Dose).

Wie funktioniert das Aufpumpen mit elektrischen Pumpen?

Das Aufpumpen mit elektrischen Pumpen funktioniert, bis zur körperlichen Arbeit, genau wie bei der Handpumpe. Ihr bringt das Ventil in Stellung und schließt den Schlauch, diesmal von der elektrischen SUP-Pumpe, am Board an. Anschließend wird auf dem Display der gewünschte Druck ausgewählt und die Pumpe erledigt den Rest. Wir haben euch noch Infos zu elektrischen Pumpen zusammenfasst. Dort findet ihr auch noch mal alle Vor- und Nachteile.

Lohnt sich die Anschaffung einer elektrischen SUP-Pumpe?

Das Aufpumpen eines Stand Up Paddle Boards ist irgendwie immer lästig und nervig. Wer es nicht als Trainingseinheit oder als Warm-Up sehen möchte, kann hier schnell die Lust verlieren. Einige schwächere Personen schaffen es manchmal auch gar nicht den erforderlichen Druck überhaupt auf das SUP-Board zu pumpen, da es gerade gegen Ende viel zu anstrengend wird. In solch einem Fall lohnt sich sicherlich die Anschaffung einer elektronischen Pumpe. Es gibt mittlerweile auch günstigere Versionen mit Akku, die mit einer Ladung bis zu vier SUP-Boards aufpumpen können. Wir haben eine solche Pumpe getestet. Schau dir den Testbericht der Star Pump 8 oder auch der elektrischen Pumpe von Decathlon gerne bei uns an.

Muss ich das Board immer bis zum maximalen Druck aufpumpen?

Um die bestmöglichen Fahreigenschaften und die höchste Steifigkeit zu erhalten, empfiehlt es sich immer den maximalen Druck auf dein SUP-Board aufzupumpen. Du wirst einen Unterschied zwischen 10 und 15 psi bemerken. Die Fahrperformance ist deutlich besser und das Board biegt sich weniger im Wasser durch. Wenn du allerdings sehr wenig wiegst und ohnehin nur ein bisschen auf dem Wasser mit dem SUP-Board planschen möchtest, kannst du auch mal etwas weniger Luft aufpumpen. Wir haben aber die beste Erfahrung bei aufblasbaren SUP-Boards gemacht, wenn auch wirklich der maximale Druck auf dem Board aufgepumpt ist. Bei den Boards mit sehr hohem Druck (18-20 psi) reichen meistens schon ca. 16-17 psi, um gute Fahreigenschaften zu bekommen.

Wie pumpt ihr euer SUP-Board auf? Nutzt ihr die mitgelieferte Handpumpe oder habt ihr vielleicht schon eine elektrische Pumpe für Stand Up Paddle Boards gekauft? Habt ihr weitere Tipps für das Aufpumpen von SUP-Boards? Dann schreibt es gerne in die Kommentare!

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