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SUP Kleidung im Frühjahr – Was soll ich anziehen?

Jedes Jahr, wenn die Sonne wieder langsam anfängt zu wärmen, bekommen wir die gleiche Frage gestellt: Was kann ich beim Stand Up Paddling im Frühjahr anziehen? Leider sehen wir gerade im März und April unglaublich viele Stand Up Paddler, die einfach in Badeshorts oder Sportkleidung auf das SUP-Board steigen und auf den Seen unterwegs sind. Doch ACHTUNG: Das Wasser ist oft noch eiskalt, da die Sonne noch nicht genug Kraft hat, um die Gewässer ausreichend auf Temperatur zu bringen und die Nächte im Frühling einfach noch zu kalt sind. Dementsprechend haben wir im Frühjahr, trotz oft schon warmer Lufttemperatur, noch eine kritische und gefährliche Wassertemperatur! Wer möchte schon im März im See baden gehen? Dementsprechend muss die Kleidung beim Stand-Up Paddling unbedingt an die Wassertemperatur angepasst werden. Denn bei einem Sturz ins Wasser besteht sonst die Gefahr eines Kälteschocks und einem Ertrinken im eiskalten Wasser. Wer im Frühjahr einfach nur in Badeshorts paddelt, bringt sich unnötig in Lebensgefahr! Doch was kann stattdessen beim Stand Up Paddling angezogen werden? Wir haben euch die SUP-Kleidung für das ganze Jahr auch in einem extra Beitrag zusammengefasst.

SUP Kleidung im Frühling

Trockenanzug für SUP im Frühjahr

Die beste Wahl für das Paddeln im Frühjahr ist immer der Trockenanzug. Der Trockenanzug hält den Körper, wie der Name schon verrät, bei einem Sturz ins Wasser trocken. So kommt die Haut nicht mit dem eiskalten Wasser in Berührung. Der Trockenanzug hat zudem den Vorteil, das passende Kleidung, je nach Außentemperatur, im „Zwiebel-Prinzip“ unter dem Anzug angezogen werden kann. Hochwertige Trockenanzüge sind atmungsaktiv. Dennoch kommt der Körper, gerade bei sportlichem Paddeln auch mal ins Schwitzen. Das lässt sich bei keinem Trockenanzug komplett vermeiden, auch wenn diese zum Teil als äußerst atmungsaktiv beworben werden. Hier hilft es dann, sich kurz im kalten Wasser wieder abzukühlen und danach einfach weiter zu paddeln. Selbst der beste Trockenanzug bringt allerdings nichts, wenn die Füße auf dem SUP kalt werden. Schließlich ist das Wasser kalt und die Füße stehen die meiste Zeit in der gleichen Position auf der Standfläche des Boards. Der Trockenanzug sollte deshalb unbedingt mit passender Bekleidung an den Füßen kombiniert werden. Falls du noch gar keine Ahnung von Trockenanzügen (Drysuits) beim Stand Up Paddling hast, kannst du gerne unsere Trockenanzug FAQ anschauen, wo wir die meistgestellten Fragen dazu beantwortet haben. Es ist immer eine Überwindung im Frühjahr bei strahlendem Sonnenschein (gefühlt schon über 20°C) in den Trockenanzug zu steigen. Der Körper wird gezwungenermaßen ins Schwitzen kommen, da bei solchen Außentemperaturen auch kein Trockenanzug mehr ausreichend Atmungsaktivität bietet. ABER: Ihr seid sicher auf dem Wasser unterwegs und löst im schlimmsten Fall und einem Sturz ins Wasser keinen Rettungseinsatz aus!

Testberichte von Trockenanzügen

Neoprenschuhe schützen vor kalten Füßen

Wir sind Fans von Neoprenschuhen, die wir mit wasserdichten Socken kombinieren. Mit Neoprenschuhen ist zwar das Board-Gefühl nicht mehr optimal, hält die Füße aber auf jeden Fall warm und kombiniert mit den Socken auch trocken. Neoprenschuhe gibt es in unterschiedlicher Materialstärke. Je dicker die Schuhe gewählt werden, desto mehr schützen sie vor dem kalten Wasser. Schließlich bewegen sich die Füße auf dem Board doch relativ wenig, so dass es selbst mit Neoprenschuhen irgendwann kalt werden kann. Wir empfehlen als Dicke mindestens 5 mm zu nehmen. Wichtig ist bei den Neoprenschuhen eine hohe Passgenauigkeit, da sie nur so vernünftig wärmen können. Wenn zu viel Luft zwischen Schuh und Haut ist, nutzt selbst der hochwertigste und dickste Neoprenschuh nichts mehr. Bei zu viel Wasserkontakt und sehr kalten Wassertemperaturen, werden die Füße aber auch im Neoprenschuh irgendwann kalt. Mit guten Neoprenschuhen könnt ihr aber problemlos 1-2 Stunden auf dem Wasser unterwegs sein. Was du noch an den Füßen beim SUP-Sport anziehen kannst, haben wir in einem extra Beitrag für euch zusammengefasst.

Mit wasserdichten Neoprenschuhen ist man vor dem kalten Wasser geschützt

ASCAN Neoprenschuhe (5mm)
  • wasserdichtes Außenmaterial
  • zwei Klettverschlüsse für optimalen Sitz am Fuß
  • flexible aber robuste Sohle
  • große Bewegungsfreiheit

Handschuhe und Mütze

Eine Mütze macht beim Paddeln auch Sinn, da viel Wärme vom Körper über den Kopf verloren geht. An Frühlingstagen, bei welchen die Sonne schon etwas wärmt, wird allerdings kaum das Bedürfnis nach einer Mütze bestehen. Wir nehmen die Mütze allerdings trotzdem immer im Drybag (Packsack) mit, um auch für Wetterumschwünge gewappnet zu sein. Wer schon einmal mit Handschuhen gepaddelt ist, wird das Gefühl am SUP-Paddel vermissen. Das Paddel lässt sich viel schwerer greifen und das ganze Gefühl ist dahin. Deshalb gibt es spezielle Handschuhe, die an den Handflächen nicht zu viel Auftragen und an den Fingern geöffnet sind. Gerade bei einem SUP-Paddel aus Aluminium können die Hände schnell kalt werden. Da sollte eventuell schon über dünne SUP-Handschuhe nachgedacht werden. Doch da muss jeder für sich selbst entscheiden, ob für ihn Handschuhe notwendig sind, oder auf diese beim Stand Up Paddling verzichtet werden kann.

Neoprenanzug auf dem SUP-Board anziehen

Bei kalten Wassertemperaturen kann einen natürlich auch ein Neoprenanzug vor einem Kälteschock bewahren. Schließlich ist dieser für den Wassersport konzipiert. Allerdings in erster Linie für Wassersportarten, die IM Wasser stattfinden. Beim Stand Up Paddling steht ihr aber eher auf dem Board und wollt, gerade im Frühjahr, wenig Zeit im kalten Wasser verbringen. Wenn einem die Nachteile eines Neoprenanzugs bewusst sind, funktioniert dieser aber natürlich auch beim SUP. Hier noch einmal kurz die Nachteile von einem Neoprenanzug beim Stand Up Paddling zusammengefasst. Ein Neoprenanzug ist nicht atmungsaktiv. Es kann kein Wärmeaustausch durch das Neoprenmaterial stattfinden. Der Körper im Anzug fängt schnell an zu schwitzen (niemand geht mit einem Neoprenanzug  im Winter joggen!). Bei einem Sturz ins Wasser und mit nassem Neoprenmaterial, setzt der „Wind Chill Effekt“ ein. Der Neoprenanzug kann nicht mehr optimal wärmen und der Körper fangt, trotz dickem Neoprenanzug an zu frieren. Die Bewegungsfreiheit im Neoprenanzug ist eingeschränkter. Das Material scheuert an einigen Stellen auf. Ob ihr euch trotzdem für einen Neoprenanzug entscheidet, da dieser für nur ca. 1/3 des Preises von einem Trockenanzug erhältlich ist, müsst ihr für euch selbst abwägen. Doch besser geeignet ist immer der SUP-Trockenanzug, da dieser einfach für den Sport entwickelt wurde. Wer keinen kompletten Neoprenanzug anziehen will, kann auch einzelne Neoprenteile (Shorts & Oberteil) miteinander kombinieren um den Körper trotzdem vor dem kalten Wasser zu schützen!

Leash und Schwimmweste

Als wichtige Ausrüstung für das Stand Up Paddling sollte auch unbedingt immer mindestens eine Leash getragen werden. Dieses ist eine Verbindungsleine, die euch mit eurem Board verbindet. So kann das Stand-Up Paddle Board bei einem Sturz ins Wasser nicht abtreiben und bleibt in eurer Nähe. Das Board ist auch gleichzeitig eure Rettungsinsel, wenn doch mal etwas passieren sollte. Es gibt nichts Schlimmeres als ein Sturz ins kalte Wasser und ein SUP-Board welches im gleichen Moment vom Wind davon getrieben wird. Wer dann noch die falsche Bekleidung auf dem SUP-Board trägt, schwebt in Lebensgefahr! Auch eine Schwimmweste beim Stand Up Paddling ist in jedem Fall empfehlenswert! Diese sorgt für Auftrieb, so dass der Körper schnell wieder an der Wasseroberfläche ist und diesen auch ohne großen Kraftaufwand über Wasser halten kann. Eine Leash beim Stand Up Paddling ist nicht nur eine Empfehlung, sondern kann auch euer Leben retten! Wer ohne Leash auf großen Gewässern (Seen, Fjorden…) unterwegs ist, der handelt grob fahrlässig.

Mit Trockenanzug, Leash, Neoprenschuhen und Schwimmweste im Frühling auf dem Wasser

Angebot
SUP-Leash Overmont (Coiled)
  • 10 Fuß Länge
  • Coiled-Variante – perfekt für Stand Up Paddling
  • einfaches Anbringen mit Klettbändern
  • dickes Material (7 mm)

Fazit

Die richtige Bekleidung für SUP im Frühjahr zu finden, ist gar nicht schwer. Es kann immer Situationen geben, bei welchen ihr, auch als erfahrene Paddler, doch mal vom Board ins Wasser fallt. Solltet ihr dann die falsche Kleidung und keine Leash tragen, bringt ihr euch unnötig in Lebensgefahr. Ja, ein Trockenanzug ist nicht ganz preiswert und sicherlich auch nicht für jeden erschwinglich. Dann solltet ihr aber unbedingt warten bis die Tage mit den kalten Wassertemperaturen vorbei sind und vielleicht erst ab Ende Mai mit eurem Lieblingssport, dem Stand Up Paddling, starten. Es sind schon tödliche Unfälle beim Stand Up Paddling passiert, die im nachhinein auf die falsche Kleidung und fehlende Sicherheitsausrüstung zurückzuführen sind. Ihr seid beim Paddeln im Frühjahr auch immer Vorbild! Wenn ihr euch dementsprechend verhaltet, wird es in Zukunft nicht noch mehr Verbote, Regeln und Einschränkungen für Stand-Up Paddler geben. Am Ende bezahlt ihr im schlimmsten Fall mit eurem Leben, wenn ihr die einfachsten Regeln beim Stand Up Paddling nicht beachtet. Ist es das wirklich wert?!

 

Zuletzt aktualisiert am 23.04.2021 von Franzi

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Kommentare

Joh 22/07/2021 um 16:10

Hallo,
welche Hüft-Leash und welche Auftriebsweste mit 50N verwendet ihr

Antworten

Steffen 22/07/2021 um 19:14

HF Synergy ist unser Hüftgurt und die Westen sind vom Palm.

Antworten

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