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mistral 10’6″ Stand up Paddleboard im Test

279,00 €

inkl. 19% gesetzlicher MwSt.
Marke
Typ
Art
Erfahrungsstufe
Länge320 cm (10'6")
Breite33" (ca. 84 cm)
Dicke6" (ca. 15 cm)
max. Traglast150kg
max. Druck15psi
Gewicht10.8kg
KonstruktionSingle-Layer
BesonderheitenDouble-Chamber (zwei Luftkammern)
Kajak-Funktion
Windsurf-Option
Komplett-Set
LieferumfangTragerucksack, Doppel-Hub Pumpe, Alu-Paddel, Repair Kit, Coiled-Leash, Kajak-Sitz, Drybag, Fußablage (Schaumstoff)
FinneUS-Finbox + 2 fixe Seitenfinnen
für Anfänger geeignet

Das mistral SUP-Board, welches u.a. beim Discounter Lidl im Jahr 2020 verkauft wird, ist ein klassisches Allround-Board mit einer Länge von 320 cm. Es bietet eine breite Standfläche von bis zu 84 cm und eine maximale Traglast (nicht Paddlergewicht!) von bis zu 150 kg, so dass es auch für Erwachsene bestens geeignet ist. Durch die breite Standfläche bietet das mistral Stand-Up Paddle Board eine hohe Kippstabilität, was gerade bei den ersten Versuchen ein Vorteil ist. Zwei Luftkammern sorgen beim aufblasbaren SUP-Board für mehr Sicherheit auf dem Wasser (2 Ventile zum Befüllen). Durch die Board-Form ist das mistral-Board für gemütliche SUP-Touren auf dem See oder den Kanälen der Stadt bestens geeignet. Das Board wird inklusive umfangreichem Zubehör, als Komplett-Set, verkauft, so dass es gerade für Einsteiger und Anfänger alles für einen perfekten Start in den SUP-Sport bietet. Neben dem Board liegt auch ein Kajak-Sitz, ein dreiteiliges SUP-Paddel, ein Rucksack, eine Leash und ein Trockensack mit bei. Das mistral-Board bietet mit einem Preis von nur ca. 279 Euro (bzw. jetzt 299 Euro) ein solides Preis-Leistungsverhältnis und ein rundes Gesamtpaket für alle, die einen günstigen Einstieg, für die gesamte Familie, in die Welt des Stand Up Paddling suchen. Das Board ist insgesamt aber auch weniger hochwertig verarbeitet als die Boards, die 200-300 Euro mehr kosten. Gerade an den Stellen, wo das PVC leicht überlappt, treten beim mistral-Board viele kleine Bläschen auf, die für eine einfache und schnelle Verklebung sprechen. Weitere Infos zum Lidl SUP-Board 2020 gibt es hier.


Übersicht

Das Mistral 10’6″ Stand Up Paddleabord wird u.a. auch beim Discounter Lidl verkauft. Es handelt sich um ein klassisches Allround-Board mit einer Länge von 3,2 Metern. Mit einem Preis von nur 279 Euro bietet es, im direkten Vergleich mit anderen SUP-Boards mit dem gleichen Gesamtpaket, ein gutes Preis-Leistungsverhältnis. Andere Boards in dieser Preisklasse stammen meistens von weniger namenhaften Herstellern, so dass viele der Verkauf des Mistral Boards bei Lidl überrascht haben dürfte. Das Board richtet sich ganz klar an SUP-Einsteiger und Anfänger oder Familien, die einen günstigen Einstieg in die Welt des Stand Up Paddling suchen. Das Board wurde in hoher Stückzahl extra für den Discounter Lidl produziert und wird auch ausschließlich im Markt oder im Lidl-Onlineshop vertrieben. Das wir hier insgesamt kein Board mit bester und hochwertigster Verarbeitung haben, dürfte bei so einem niedrigen Gesamtpreis hoffentlich jedem klar sein.

Das mistral Allround Board ist ein aufblasbares SUP-Board mit zwei Luftkammern, wodurch die Sicherheit auf dem Wasser erhöht wird. Das iSUP wird als Komplett-Set mit umfangreichem Zubehör verkauft.

Vor- und Nachteile im Überblick

Vorteile

  • zwei Luftkammern (Double Chamber) für mehr Sicherheit
  • Traglast von bis zu 150 kg (ca. 100 kg Fahrergewicht)
  • sehr breite Standfläche (84 cm)
  • hohe Kippstabilität
  • niedriges Board-Gewicht (nur 10,8 kg) trotz Double-Chamber
  • einfaches Anbringen von Kajak-Sitz und Umrüsten des Paddels
  • Umfangreicher Lieferumfang für den perfekten Start in den SUP-Sport
  • niedriger Anschaffungspreis

Nachteile

  • nur Single-Layer Bauweise
  • Rucksack ohne Rollen
  • einfach verarbeiteter Kajak-Sitz ohne Polsterungen und gute Befestigung
  • Paddel für ein Alu-Paddel zwar leicht (850 g), aber weniger robust
  • könnte insgesamt sauberer verklebt sein – viele Blasen am PVC

Das aufblasbare mistral Allround SUP-Board

Update Mai 2020 – neue Boards Race & Yoga

Mittlerweile ist der Mai schon angebrochen und Lidl hat das Produktsortiment mit mistral-Boards etwas erweitert. So gibt es das hier getestete Board nun auch in einer „Frauen-Version“ mit einem etwas anderen Design. Ansonsten ist es vom Zubehör und den Maßen und vermutlich auch von der Verarbeitung absolut identisch. Zudem ist ein Race-Board hinzugekommen, was von den Maßen eigentlich eher ein sportliches Touring-Board ist (12’6 x 76 x 15 cm – 399 Euro). Außerdem gibt es jetzt ein mistral Yoga-SUP bei welchem auf das vordere Gepäckgummi verzichtet wurde und so mehr Platz für Sport- und Yogaübungen ist (369 Euro). Die neuen Boards sind schon alleine durch den höheren Anschaffungspreis nicht mehr so attraktiv, da auch hier mit einer mittelmäßigen bis schlechten Verarbeitung gerechnet werden muss (Blasen und schlecht verklebt). Da gibt es dann sicherlich schon bessere Alternativen, die nur ca. 50-100 Euro mehr kosten.

Auspacken & Erster Eindruck im Video

mistral 10'6" Allround SUP im Test: Lieferumfang & ERSTER EINDRUCK // LIDL SUP für nur 279 Euro!?

Das Video ist von YouTube eingebettet. Beim Starten wird eine Verbindung hergestellt. Es gelten die Datenschutzbestimmungen von Google.

Bauweise und Form

Von der Bauform haben wir ein klassisches Allround-Board. Diese Boards sind an der stark abgerundeten Board-Spitze einfach und schnell zu erkennen. Mit einer Länge von 320 cm hat es auch die klassischen Allrounder Maße (10’6″). Die Standfläche ist mit ca. 84 cm extra breit konstruiert, so dass sich Anfänger hier schnell wohl fühlen dürften. Die Dicke vom Board beträgt ca. 15 cm (6″), was für mehr Steifigkeit und natürlich auch für mehr Auftrieb bei schwereren Personen sorgt. Das Board bietet eine relativ gerade Unterwasserlinie. Das heißt, dass sich das Board auch zur Spitze nur minimal aufgebogen ist. Dadurch wird der Geradeauslauf und die Wasserlage etwas verbessert. Auf dem Board selber (Beschriftung an der Seite) steht übrigens 10’5″ als Länge. Somit ist das Board ganz genau ca. 317,5 cm lang.

Lieferumfang des mistral SUP-Boards

Material und Gewicht

Als Material haben wir hier ein Single-Layer Board (eine PVC-Schicht) in Kombination mit einer Double-Chamber Technologie. Das heißt, dass das Mistral Stand-Up Paddle Board über zwei Luftkammern verfügt, die unabhängig voneinander befüllt werden müssen (sind beschriftet mit 1 und 2). Sollte im Notfall mal eine Kammer kaputt gehen, kann die zweite Kammer immer noch als Rettungsinsel dienen. Die Doppelkammer-Boards bieten dementsprechend mehr Sicherheit auf dem Wasser als die einfachen Boards mit nur einer Luftkammer.

Das mistral Board wiegt ca. 10,8 kg was für ein Allround-Board mit zwei Luftkammern ein passables Gewicht ist. Es ist insgesamt nicht zu schwer geraten, so dass es Kinder gerade noch tragen und im Wasser einfacher handeln können. Über einen Tragegriff in der Mitte der Standfläche kann das SUP-Board einfacher getragen werden. Im direkten Vergleich ist dieses Board natürlich weniger robust als die verklebten Double-Layer Varianten. Allerdings wäre das Board in Double-Layer Bauweise wahrscheinlich auch mindestens 2-3 kg schwerer, wodurch es dann noch schlechter zu handeln wäre. Die hochwertigsten Boards verfügen über laminierte PVC-Lagen, die nicht verklebt, sondern „verweißt“ wurden, so dass alleine durch das Weglassen vom Kleber schon ein paar Kilogramm an Gewicht eingespart werden können. Das mistral Board hat an den Seitenwänden (Rails) noch eine zusätzliche PVC-Lage aufgeklebt, die die Außenhülle noch etwas besser schützen soll, wenn doch mal irgendwo gegen gefahren wird.

Verarbeitung & maximaler Druck

Die Verarbeitungsqualität ist insgesamt, gerade wenn der niedrige Gesamtpreis betrachtet wird, tatsächlich noch in Ordnung. Die zweite Luftkammer ist gut in die Board-Mitte integriert und weist nur eine minimal spürbare Kante auf, die beim Bewegen auf dem Board aber wenig stört. An der ein- oder anderen Stelle, vor allem auf der Unterseite, sind kleinere Bläschen und an den Kanten leicht unsauber abgeschnittene PVC-Lagen erkennbar. Die Bläschen wurden bei uns leider auch von Nutzungstag zu Nutzungstag immer mehr, was nicht gerade für die beste Verarbeitungsqualität spricht. Im aufgepumpten Zustand sind diese weitestgehend verschwunden, aber an einigen Stellen auch immer noch sichtbar. Außerdem hat das Board, durch die Single-Layer Bauweise bedingt, eine kleine Beule auf der Unterseite an der Stelle, wo das zweite mittlere Ventil eingelassen ist. Dieses ist kein Defekt, sondern einfach der Gesamtkonstruktion geschuldet. Natürlich fällt einem die Beule auf der Unterseite schon ins Auge, wenn man genau hinschaut.

Die weiße Grundfarbe hat allerdings den Nachteil, das sie schmutzanfällig ist und so das mistral Board öfter gereinigt werden muss. Der maximale Druck, der auf die Luftkammern aufgepumpt werden darf, liegt bei 15 psi (ca. 1 Bar). Allerdings dürft ihr bei einem SUP-Board in dieser Preisklasse kein Highend-Board mit bester Verarbeitungsqualität erwarten. Die vielen Blasen sprechen für ein schnell und einfach verklebtes Board. Doch welcher Einsteiger erwartet das bei einem Kauf von einem SUP-Board für 279 Euro? Zur Verarbeitung des gesamten Zubehörs findet ihr weiter unten noch mehr Infos.

Traglast & Steifigkeit

Die von mistral angegebene Traglast bei dem Allrounder liegt bei ca. 150 kg, so dass dieses SUP-Board auch für Erwachsene geeignet sein dürfte. Durch die Board-Dicke von knapp 15 cm (6″) bietet das Board auch mehr Auftrieb als die 4″-Varianten, so dass auch schwerere Personen (bis ca. 95 kg) nicht mit den Füßen im Wasser stehen sollten. Durch die zusätzliche Board-Dicke bietet das mistral-SUP auch insgesamt mehr Steifigkeit als die 4″-Varianten. Allerdings ist es leider auch so, dass durch eine zunehmende Board-Dicke das Material nicht mehr so hochwertig sein muss, um die gleiche Steifigkeit zu bekommen. Das heißt, dass es durchaus auch 4″-Varianten gibt, die die gleiche Steifigkeit bieten wie ein 6″-SUP Board. Allerdings sind dann hier die Ansprüche an das verwendete Drop-Stich (den Kern der Boards) deutlich höher, so dass 4″ bei dieser Preisklasse für ein Durchbiegen im Wasser und nasse Füße sorgen würde (oder das Board schlichtweg nur für leichte Personen (bis maximal 65 kg) geeignet wäre.

Zusammenfassend: Die 6″ (15 cm) können einen weniger engmaschigen Drop-Stich-Kern etwas verstecken. Wir können beim mistral-SUP leider nicht in den Kern schauen, da wir das Board dafür aufschneiden müssten, und wissen nicht, ob das Drop-Stich wirklich hochwertig und engmaschig ist. Letztendlich kann JEDER Anbieter behaupten, dass er das beste Drop-Stich „aus der Luftfahrt“ bietet. Unsere Tests aus der Vergangenheit haben auch gezeigt, dass eine zweite Luftkammer, die ja auch beim mistral SUP zum Einsatz kommt, nicht immer automatisch auch für mehr Steifigkeit sorgt. Der zusätzliche Sicherheitsaspekt ist allerdings durch die zweite Luftkammer gegeben. Ich (ca. 85 kg) stand mit meinen Füßen nicht im Wasser. Auch die Durchbiegung (Bananenform) war nur minimal, so dass ich mit der Steifigkeit und Traglast insgesamt zufrieden bin. Bei unserem Belastungstest hat das Board, im direkten Vergleich mit anderen Boards insgesamt mittelmäßig abgeschnitten. Das Board hat sich bei unserem Belastungstest ca. 19 mm durchgebogen. Die hochpreisen und hochwertigeren Boards liegen ungefähr zwischen 10 und 13 mm. Für ein Single-Layer Board bietet das Board trotzdem noch eine solide Steifigkeit, die wir bei dieser Bauweise schon schlechter erlebt haben.

Einsatzgebiete & Fahreigenschaften

Das Deck-Pad (EVA-Deck) verfügt über kleine Mistral-Symbole, die den Grip auf der Standfläche gewährleisten sollen. Leider haben diese etwas wenig Struktur, so dass die Standfläche bei viel Wasser schon leicht rutschig sein kann. Für das Bewegen und Gehen auf dem Board ist das Board noch steif genug. Allerdings macht sich die Single-Layer Konstruktion hier schon leicht bemerkbar. Das Board wirkt nicht ganz so stabil wie vergleichbare Double-Layer Varianten. Wer aber nicht gerade viel auf dem Board nach vorne und hinten geht, dem wird das so nicht auffallen und stören. Das mistral Allround-Board hat die Stärken im Flachwasser für gemütliches Cruisen über den See oder die Kanäle der Stadt.

Durch die Board-Form und die Länge ist es kein Race-Board und nichts für schnelle lange Touren (da sollte eher Richtung 12 Fuß gegangen werden). Es ist von der Fahrperformance ein Board für ruhiges Paddeln, entspannen und Abschalten vom Alltag. Das Board ist für die gesamte Familie geeignet und auch Kinder können auf dem Board hervorragend fahren, da das Board nicht zu lang und zu schwer ist. Mit seiner Länge ist des drehfreudiger als die längeren Touring-Boards. Die drei Finnen sorgen für mehr Stabilität, auch wenn es mal zu kleinen Wellen im Wasser kommt. Außerdem bietet das mistral-Board einen überraschend guten Geradeauslauf, welcher höchstwahrscheinlich durch die große Mittelfinne in Kombination mit den Seitenfinnen und der gerade Board-Linie zustande kommt. Alles in allem ist es von den Einsatzgebieten und den Fahreigenschaften ein tolles Einsteiger-Board für gemütliches Cruisen nach der Arbeit oder als Spaßgerät für die Familie am See. Für sportliche Paddler, die hohen Wert auf beste Gleiteigenschaften, eine enorme Steifigkeit und eine hohe Geschwindigkeit legen ist das mistral Allround Board eher nichts. Durch die abgerundete Board-Spitze wird das Board beim kräftigen Paddeln schnell ausgebremst und kommt an seine Grenzen.

Wer richtig Gas gibt kann das SUP-Board an die Grenzen bringen 😉


279,00 €

inkl. 19% gesetzlicher MwSt.

Videotest zum mistral SUP-Board

mistral 10'6" Allround iSUP im Test: SUP-Board Komplett-Set vom Discounter LIDL für nur 279 Euro?

Das Video ist von YouTube eingebettet. Beim Starten wird eine Verbindung hergestellt. Es gelten die Datenschutzbestimmungen von Google.

Weitere Besonderheiten

Das mistral 10’6″ Board verfügt über zusätzliche D-Ringe auf der Standfläche. An diesen D-Ringen lässt sich mit wenigen Handgriffen ein Kajak-Sitz anbringen. Das mistral-Board verfügt über eine integrierte Kajak-Funktion [Mehr Infos dazu]. Auch das Paddel lässt sich mit wenigen Handgriffen mit einem zweiten Paddelblatt (beiliegend) auf ein Kajak-Paddel umrüsten. Perfekt für ein Paddeln im Sitzen, wenn es doch mal anstrengend werden sollte. Ansonsten befindet sich  vorne am Board ein Gepäckgummi für das Verstauen von einer kleinen Tasche (beiliegend) und kleine Schlaufen zur Befestigung der Fußstütze bei Nutzung der Kajak-Funktion. Hinten am Board lässt sich an einem D-Ring ganz einfach eine Leash (Leine) befestigen. Zudem verfügt das Board auch unterhalb der Board-Spitze noch über einen kleinen D-Ring, so dass das Board auch einfach am Ufer befestigt werden kann.

Mitgeliefertes Zubehör

Das mistral Stand up Paddleboard wird bei Lidl als Komplett-Set verkauft. Es lässt keinerlei Wünsche offen und bietet alles was für den Start beim Stand Up Paddling benötigt wird. Angefangen beim Board, über das SUP-Paddel bis hin zu einem Rucksack in welchem das Board bei Nichtgebrauch gelagert und transportiert werden kann. Die Besonderheit ist hierbei der oben angesprochene Kajak-Sitz, der noch vielfältigere Einsatzmöglichkeiten ermöglicht. Allerdings wurde der Kajak-Sitz beim Board nicht ganz optimal umgesetzt und wirkt insgesamt billig und einfach verarbeitet (siehe unten).

Paddel

Als Paddel liegt ein einfaches Paddel mit einer Aluminium-Legierung bei. Das Paddel wiegt komplett ca. 850g und ist damit vom Gesamtgewicht schon vergleichsweise leicht, wenn es mit anderen Aluminium-Paddeln verglichen wird. Das Paddel ist ausziehbar bis zu einer Länge von 207 cm (bei Verwendung als SUP-Paddel) und als Kajak-Paddel bis zu einer Länge von 229 cm. So ist Das Paddel auch für große Personen, bis ca. 190 cm geeignet. Die kleinste Einstellung des SUP-Paddels liegt bei 167 cm. Das Paddel besteht insgesamt aus drei Teilen, die zusammengesteckt werden können. Das ermöglicht ein Verstauen im Rucksack und einen noch einfacheren Transport. Bei Bedarf kann der Paddelgriff (beim SUP) durch ein zweites beiliegendes Paddelblatt ausgetauscht werden. Schon kann in Kombination mit dem Kajak-Sitz das SUP-Board als Kajak im Sitzen genutzt werden. Das Paddelblatt besteht aus Nylon und Glasfaser. Das Paddelblatt ist von der Form für einen sauberen Paddelzug nicht optimal geformt. Das dürfte Anfänger aber weniger stören. Das Paddel wird unten einfach zusammengesteckt und mit einem Stift gesichert. Natürlich gibt es auch hochwertigere und leichtere Paddel, die an den Verbindungsstücken deutlich fester sind. Das hier beiliegende Paddel hat an den Verbindungsstücken schon etwas Spiel und bei hohem Krafteinsatz beim Paddelzug wird das auch deutlich. Doch Anfänger wird es bei den ersten Versuchen auf dem Wasser und der gemütlichen Runde auf dem See am Anfang nicht stören. Solange der Paddler nie ein hochwertiges Paddel (für ca. 200 Euro) in der Hand hatte und einfach nur gemütlich voran kommen will, dem sollte das Paddel hier ausreichen.

Allerdings hat das Paddel auch bei sehr kraftvollem Paddeln schon erste Schwächen aufgezeigt. Das niedrige Gesamtgewicht vom Paddel ist scheinbar nämlich etwas zu Lasten der Robustheit gegangen. Wer sehr kräftig paddelt und viel Kraft bei Paddelschlägen aufbringen kann, wird mit diesem Paddel an die Grenzen kommen und es auch an die Grenzen bringen. Bei uns hat sich der Paddelschaft leider unter starker Belastung im Wasser verbogen. Das wird Anfängern nicht passieren – uns als erfahrene Paddler, die das Paddel auch mit kräftigen Zügen belasten können, ist es aber nach kurzer Zeit schon passiert. Das Paddel ist bei uns im Test also leider durchgefallen.Ein leichteres Paddel auf Kosten der Robustheit macht in unseren Augen wenig Sinn.

Pumpe

Die Pumpe ist eine vergleichbar einfache SUP-Pumpe (1,8 Liter pro Pumpstoß), mit welchem sich das Board dank der kompakten Größe trotzdem schnell aufpumpen lässt.  Die Pumpe hat auf der Oberseite ein Manometer zum Ablesen des Drucks und hat einen kleinen Hebel über welchen sich von Single- auf Doppel-Hub umstellen lässt. Zudem hat die Pumpe kleine abnehmbare Griffstücke, so dass sich die Pumpe noch kompakter im Rucksack verstauen lässt. Mit etwas Übung lässt sich das Board in ca. fünf Minuten aufpumpen (kräftiger Mann). Kinder und schwächere Erwachsene werden es gerade gegen Ende etwas schwerer haben. Mit etwas Übung bekommt das Board aber jeder in ca. 10 Minuten bis zum maximalen Druck aufgepumpt.

Wenn es anstrengend wird kann einfach im Single-Hub (nur beim Runterdrücken wird Luft ins Board gepumpt) gepumpt werden. Es gibt natürlich auch deutlich bessere Pumpen als die beiliegende. Wer es einfacher haben möchte, kann sich einmal die Triple-Action Pumpen anschauen [Hier im Test]. Damit geht das Aufpumpen noch schneller und ist in unter 4 Minuten erledigt. Das Ventil vom mistral SUP-Board ist ein Standard-Ventil, welches bei allen anderen SUP-Board ebenfalls zum Einsatz kommt. Das Ventil verfügt über einen kleinen Stift, welcher VOR dem Aufpumpen in Position gebracht werden muss. Dann entweicht die Luft auch nicht aus dem Board, wenn der Pumpschlauch abgezogen wird. Auch hier verhält es sich wie beim Paddel. Natürlich gibt es hochwertigere und bessere SUP-Pumpen. Die hier beiliegende Doppel-Hub Pumpe ist eine aus der einfachsten Kategorie. Die Ventile beim Board sind beschriftet mit einer 1 und einer 2. Erst wird die äußere und anschließend die innere Kammer aufgepumpt. Wir empfehlen auch immer das Aufpumpen bis zum maximalen Druck von 15 psi, um die besten Fahreigenschaften aus dem Board raus zu holen. Der Vorteil von der Pumpe ist auch die Deflate-Funktion, mit welcher sich die Luft auch wieder aus dem Board pumpen lässt. Das ermöglicht ein einfacheres und engeres Zusammenrollen des mistral Boards.

Aufpumpen der inneren Luftkammer

Weiteres Zubehör

Neben einem kleinen Reparatur-Set liegt natürlich auch eine Finne, ein Rucksack und eine Leash mit bei.

Finne

Das mistral-Board verfügt über insgesamt drei Finnen. Zwei kleinere fixe und nicht abnehmbare Seitenfinnen (Finnenschutz wird mitgeliefert), die aber auch beim Aufpumpen nicht weiter stören und eine größere Mittelfinne in Delfin-Form. Die Finne wird mit dem US-System im Finnenkasten montiert. Hierbei wird die Finne mit einer kleinen Schraube und einer Unterlegscheibe montiert. Was am Anfang etwas friemelig erscheint, geht mit jedem Anbringen immer einfacher von der Hand. Der Vorteil vom hier verwendeten US-System: Es passen auch Finnen von anderen Herstellern an das mistral-Board, da das System beim Stand Up Paddling breit verbreitet ist. So bekommt ihr auch Ersatz, wenn ihr die Finne einmal verlieren solltet. Wer mehr zu den gängigsten Finnen-Systemen bei SUP-Boards erfahren möchte, kann sich gerne hier noch informieren.

Rucksack

Der mitgelieferte Rucksack verfügt ausschließlich über ein Rückentragesystem. Das heißt, dass auf einen komfortablen Transport mit Rollen verzichtet werden muss. Der Rucksack ist vom Material eher einfach gehalten und wirkt etwas dünn. Das Board, inklusive Ausrüstung, findet im Rucksack aber problemlos Platz. So ist dieser für die Aufbewahrung oder den Transport von A nach B ausreichend. Für lange Strecken zu Fuß mit dem Rucksack auf dem Rücken sind die Gurte aber nicht ausgelegt, obwohl der Rucksack sogar über leichte Polsterungen im Rückenbereich und einen Brust und Hüftgurt hat. Wer ein kilometerlanges Tragen, vielleicht auch die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln, plant, wird mit diesem Rucksack nicht glücklich. Es ist weniger ein Tragerucksack – wir würden ihn eher als Rucksack zur Aufbewahrung bezeichnen. Der Rucksack wiegt inklusive dem gesamten Zubehör ca. 16,65 kg.

Nur wer das Board möglichst kompakt aufrollt und auch die Luft am besten wieder aus dem Board pumpt, wird es entspannt mit der Ausrüstung darin verstauen können. Der Rucksack hat auf der Vorderseite einen großen Frontreißverschluss. Dieser ermöglicht ein einfacheres Ein- und Auspacken. Der Tragekomfort ist insgesamt in Ordnung. Der Rucksack hat einen relativ hohen Schwerpunkt und ragt schon über den Kopf hinaus. Das hat den Vorteil das er beim Tragen nicht auf die Hüfte oder das Gesäß drückt. An den Seiten hat der Rucksack gummierte Belüftungsnetze, die ein leichtes Nachtrocknen des Board im Rucksack ermöglichen (keine Schimmel-Bildung). Allerdings sollte das Board trotzdem zu Hause dann noch komplett ausgerollt und getrocknet werden.

Leash

Als SUP-Leash liegt im Komplett-Set eine Coiled-Leash (3 Meter lang) bei, die für den SUP-Sport bestens geeignet ist. Diese treibt im unbelastetem Zustand nicht im Wasser und kann sich somit nicht in Treibgut verfangen. Das eine Ende wird am D-Ring hintem am Board befestigt und das andere Ende (mit Klett) am Fußgelenk. So treibt das Board bei einem Sturz ins Wasser nicht ab und ihr könnt euch wieder auf die Standfläche retten. Eine Leash erhöht die Sicherheit und sollte in keinem Komplett-Set fehlen.

Kajak-Sitz

Der Kajak-Sitz wird mit Gurten auf der Standfläche vom mistral SUP-Board befestigt. Hierfür sind extra vier zusätzliche D-Ringe vorhanden. Der Komfort auf dem Sitz ist durch die vergleichsweise dünne Sitzfläche nicht überragend. Auch die Befestigungsgurte hätten noch etwas robuster gewählt werden können. Andere Kajak-Sitze verfügen über mehr Gurte für einen strafferen und festeren Sitz. Hier war es nur schwer bis gar nicht möglich genug Stabilität in den Sitz zu bekommen. Auch ist die Sitzschale im Rückenbereich etwas zu niedrig und zu dünn für einen Erwachsenen. Die kleine Aufbewahrungstasche hinten am Sitz wirkt sehr einfach.

Zur Unterstützung habt ihr auch noch die Möglichkeit eine Fußablage in kleinen Schlaufen vor dem Gepäcknetz anzubringen, damit ihr euch beim Paddeln im Sitzen abstützen könnt. Diese ist aus weichem Schaumstoff und fühlt sich sehr angenehm an. Sicherlich eine Option, wenn das lange Stehen auf dem SUP-Board irgendwann zu anstrengend wird. Der Sitz selber konnte uns im Test nicht überzeugen. Viel zu einfach, viel zu wackelig und schlecht zu befestigen. Da würden wir eher ohne Sitz nur mit der Fußablage im Sitzen paddeln. Mehr Infos zum Kajak-Sitz bei SUP- Boards.

Fazit

Das mistral Stand Up Paddleboard, welches für einen Preis von nur ca. 279 Euro (bzw. mittlerweile 299 Euro) beim Discounter Lidl angeboten wird, bietet ein insgesamt solides Preis-Leistungsverhältnis. Das SUP-Board könnte insgesamt noch etwas besser verklebt und verarbeitet sein. Gerade im unaufgepumpten Zustand sind extrem viele Blasen an den überlappenden PVC-Lagen erkennbar, die nicht gerade für die hochwertigste Verarbeitungsqualität sprechen. Das mitgelieferte Zubehör ist insgesamt in Ordnung und reicht für SUP-Einsteiger auf jeden Fall aus. Erfahrene Paddler werden sich schnell ein besseres robusteres und stabileres Paddel und eventuell auch eine andere Pumpe wünschen. Wer aber einfach nur ein günstiges Einsteiger-Board für die ganze Familie oder das gemütliche Cruisen nach Feierabend auf dem See sucht, ist mit dem mistral SUP-Board bestens bedient. Der attraktive Preis, der vom Discounter Lidl hier veranschlagt wurde, macht es noch attraktiver, so dass dieses Board wahrscheinlich, trotz einer vermutlich extrem hohen produzierten Stückzahl, schnell ausverkauft sein dürfte. In den letzten Jahren waren die Boards vom Discounter immer heiß begehrt. Wer allerdings langfristiger denkt und ernsthaft, sportlich und intensiv in den SUP-Sport einsteigen möchte, sollte sich vielleicht schon überlegen 200-300 Euro mehr für ein besser verarbeitetes Board mit besserem Zubehör zu kaufen, da dieses dann auf jeden Fall mehr Sinn macht.

Wie ist eure Meinung zum diesjährigen SUP-Board von mistral, welches bei Lidl angeboten wird? Schreibt eure Meinung gerne als Kommentar unter diesen Beitrag. Wir sind gespannt auf eure Meinung zum SUP-Board vom Discounter!  Natürlich könnt ihr auch gerne Fragen zum Testbericht da lassen. Wir werden eure Fragen natürlich gerne beantworten!

Die meistgestellten Fragen zum Lidl SUP

Meine SUP-Pumpe zeigt nichts an – was mache ich falsch?

Der Trick ist es einfach weiter zu Pumpen! Am Anfang ist es völlig normal das das Manometer der Pumpe keinen Druck anzeigt, weil einfach kein Druck vorhanden ist. Erst einmal muss die erste Luft ins Board gepumpt werden, bevor die Pumpe etwas anzeigt. Das Board sollte bei Erwachsenen bis zum maximalen Druck aufgepumpt werden (ca. 15 psi). Beide Luftkammern vom Board werden mit dem maximalen Druck aufgepumpt.

Wie muss ich das Ventil beim Aufpumpen einstellen?

Im Ventil ist ein kleiner Stift, der mit einer Feder versehen ist. Dieser Stift muss nach „außen“ zeigen, so dass die Feder entlastet ist. Durch ein leichtes Drücken und dabei Drehen auf den Stift kann die Ventilstellung bei dem SUP-Board angepasst und geändert werden. Nur wenn das Ventil richtig eingestellt ist, entweicht nach dem Aufpumpen auch garantiert keine Luft aus dem Board. Wer nicht auf die richtige Ventilstellung achtet muss das Board eventuell noch einmal aufpumpen! Weitere Infos zur Ventilstellung und dem Aufpumpen inklusive Anleitung.

Kann das Board auch mit einer elektrischen Pumpe aufgepumpt werden?

Ja. Hierfür gibt es spezielle elektrische SUP-Pumpen, die genau darauf ausgelegt sind. Mit jeder handelsüblichen Pumpe lässt sich das mistral Board aufpumpen, da das Ventil genau wie bei den anderen verfügbaren Boards ist. Die günstigste von uns getestete Pumpe ist die ITWIT-Elektropumpe, die einfach an den Zigarettenanzünder angeschlossen wird. Das von uns getestete Premium-Modell, die Star Pump 8, verfügt über einen externen Akku, so dass sich das Board an jedem Ort, auch direkt am Ufer, aufpumpen lässt.

Sind aufblasbare Board mit zwei Luftkammern automatisch besser?

Ein ganz klares NEIN. Ob und wann ein Board mit zwei Luftkammern Sinn macht, haben wir für euch schon in einem Beitrag zusammengefasst. Ein Board mit nur einer Luftkammern kann mehr Steifigkeit und Stabilität bringen als manches Single-Layer Board mit Double-Chamber Technologie. Die Sicherheit wird durch zwei vorhandene Luftkammern aber schon erhöht. Mehr Infos zum Thema findet ihr in unserem Beitrag dazu.

Ich habe schon Erfahrung im Stand Up Paddling und suche ein sportliches Board. Ist das mistral-Board für mich geeignet?

Nein, das mistral Board ist schon aufgrund der Board-Länge eher etwas für das gemütliche Paddeln. Es bietet durch die Breite und Länge keine herausragenden Gleiteigenschaften. Fortgeschrittenen Paddlern dürfte auf diesem Allround-SUP Board schnell langweilig werden. Wer es sportlicher haben möchte, sollte ein schmaleres und längeres Board wählen. Hier lohnt es sich dann auch etwas mehr Geld in die Hand zu nehmen und schon etwas weiter in die Zukunft zu schauen. Denn auch als Einsteiger kann sich ein Touring-Board mit besseren Gleiteigenschaften lohnen. Die Erfahrungen haben gezeigt, das viele sich dann schnell ein besseres hochwertiges Board zulegen. Das mistral-SUP ist wirklich nur etwas für Anfänger und Einsteiger, die einen preiswerten Einstieg suchen. Allen anderen empfehlen wir sich nach anderen Boards umzuschauen! Schau dir gerne unseren Beitrag zu diesem Thema an.

Warum hat das Board auf dem PVC so viele kleine Bläschen?

Das liegt an der billigen und einfachen Verarbeitung vom Board. Die Blasen, die gerade im unaufgepumpten Zustand sichtbar sind, sprechen für eine sehr einfache und schnelle Verklebung. Diese tritt gerade bei sehr günstigen Boards, wozu das mistral-SUP Board zweifelsfrei gehört, immer mal wieder auf. Dieser Mangel tritt bei hochwertigeren Boards, die 200-300 Euro mehr kosten, in der Regel nicht mehr bzw. nicht mehr so extrem auf. Das heißt unterm Strich, dass die ganzen Blasen insgesamt für eine schlechtere Verarbeitungsqualität stehen, die aber bei so einem Gesamtpreis noch im Rahmen liegt. Andere Boards in dieser Preisklasse weisen oft genau so schlecht verklebte PVC-Lagen auf.

Gibt es günstige Alternativen für Einsteiger?

Ja. Allerdings müsst ihr in Sachen Verarbeitungsqualität bei den Boards unter 300 Euro immer Abstriche machen, so dass wir eher schon zu Boards tendieren, die ca. 200 Euro teurer sind. Dafür gibt es dann natürlich auch eine bessere und robustere Verarbeitung. Wer ca. 400-500 Euro investiert, ist langfristig wahrscheinlich besser bedient. Bei einem Preis von unter 300 Euro nehmen sich die verfügbaren Boards in Sachen Verarbeitungsqualität alle nicht so viel. Wir haben für euch aber fünf Board-Alternativen für unter 500 Euro zusammengestellt.

Mein mistral Board hat unten eine Beule! Ist das normal?

Normalerweise sprechen große Beulen immer für einen Defekt. Allerdings ist die Beule beim mistral SUP-Board konstruktionsbedingt. Durch die zwei Luftkammern und die zwei Ventile, entsteht auf der Unterseite des Boards eine Beule. Diese befindet sich genau gegenüberliegend zum Ventil, welches sich auf der Standfläche befindet. Das liegt einfach daran, dass an der Stelle vom Ventil keine Drop-Stich Fäden sind bzw. diese an der Stelle einfach abgeschnitten sind. Die Beule am mistral Board ist somit kein Defekt, sondern einfach der Bauweise und den zwei Ventilen geschuldet.

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